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Allianz: Klassische Verträge lohnen nicht

Neue Modelle für Lebensversicherungen

Wer Geld anlegen will, tut sich aufgrund der Niedrigzinsphase sehr schwer mit der Rendite. Das trifft auch zunehmend den Versicherungsriesen Allianz.

06.10.2015
  • ROLF OBERTREIS

Frankfurt Der Abschluss einer klassischen Lebensversicherung macht angesichts der anhaltend niedrigen Zinsen nach Ansicht Markus Faulhabers, Vorstandschef der Allianz Lebensversicherung, keinen Sinn mehr. Dafür seien die Zinsgarantien viel zu niedrig oder die Risiken für die Versicherung zu hoch, sagte er. Dennoch verkaufe die Allianz, hierzulande mit Abstand Branchenführer, solche Versicherungen noch, wenn der Kunde bereit sei, für die Garantien zu bezahlen.

Andere Lebensversicherer dagegen bieten klassische Policen schon gar nicht mehr an. Allerdings setzen auch neue Kunden der Allianz immer stärker auf Policen die nicht mit Garantien, aber mit höheren Chancen auf Gewinne locken, falls die Anlage des Kapitals etwa in Schwellenländer-Anleihen und verstärkt auch in Aktien höhere Renditen abwirft. Erst am Wochenende hatte der Chefanleger der Allianz Lebensversicherung betont, dass angesichts der anhaltend niedrigen Zinsen künftig mehr Geld in Aktien investiert werden soll. Derzeit stecken 9 Prozent der 215 Mrd. EUR Kundengelder in Aktien. Noch liegt die Rendite der Allianz Lebensversicherung über alle Policen hinweg bei 4,0 Prozent, angesichts der Zinsflaute dürfte dies aber kaum zu halten sein.

"Die Kunden verstehen, dass sie entweder höhere Beiträge zahlen oder ein Stück ins Risiko gehen müssen, wenn sie die Lücke in der Altersvorsorge schließen wollen", sagte Faulhaber. Umgekehrt müssen sich die Versicherer darauf einstellen, dass die Rentenphase immer länger dauert. In den westlichen Bundesländern lag die durchschnittliche Bezugsdauer der Rente 1960 bei Frauen bei 10,6, bei Männern bei 9,6 Jahren. 2014 dagegen waren es jeweils rund doppelt so viel - bei Frauen im Schnitt 20,6, bei Männern 17,3 Jahre.

Nach Angaben von Faulhaber steigt der Anteil von neuen Policen und Altersvorsorgeprodukten ohne festgelegten Garantiezins, aber - auch aufgrund von Aktienquoten von bis zu 30 Prozent - mit der Chance auf höhere Gewinne, wenn die Anlage des Kapitals entsprechende Renditen abwirft, bei der Allianz kontinuierlich. Im Jahr 2013 lag er bei 35 Prozent, im Jahr darauf bei 56 und in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres 2015 bei 65 Prozent.

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06.10.2015, 12:00 Uhr
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