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Moderne Versorgung seelisch Kranker

Neubau am Krankenhaus Bad Cannstatt ist fertig - 63,4 Millionen Euro investiert

Am Freitag wird der 63,4 Millionen Euro teure Neubau am Krankenhaus Bad Cannstatt (KBC), in dem das Zentrum für Seelische Gesundheit (ZSG) des Klinikums Stuttgart ein neues Zuhause findet, eingeweiht.

15.03.2012

Von ULI NAGEL

Stuttgart Die Landeshauptstadt investiert als Trägerin des Klinikums Stuttgart - durch das Land Baden-Württemberg gefördert - mit erheblichen Mitteln in die Zukunft einer hochmodernen Krankenhausversorgung. Das hat zur Folge, dass vor Jahren mit der Umstrukturierung und Neuordnung der bisher vier auf nur noch zwei Standorte begonnen wurde. Die Neubauten des Klinikums Stuttgart am Standort Mitte auf dem Gelände des Katharinenhospitals und in Bad Cannstatt gehören mit einer Investitionssumme von über 800 Millionen Euro dabei zu den größten und wichtigsten Bauvorhaben der Landeshauptstadt. Bis 2019/20 entsteht eine hochmoderne, leistungsfähige und flexible Krankenhausinfrastruktur mit kurzen Wegen.

Allerdings gab es wegen der Ansiedlung des ZSG am Prießnitzweg eine heftige Auseinandersetzung zwischen der Krankenhausverwaltung, der Cannstatter Kommunalpolitik und Anwohnern. Denn eigentlich sollte die Psychiatrie am KBC laut den Versprechungen des damaligen zuständigen Bürgermeisters Klaus-Peter Murawski nur eine Interimslösung werden, da der eigentlich vorgesehene Standort am Katharinenhospital erst sehr viel später fertig werden würde. Das Problem: Das Land, das das Neubauprojekt mit rund 40 Millionen Euro fördert, lehnte es 2010 kategorisch ab, den Zuschuss "nur" für in eine Interimslösung zu gewähren.

Um das Gesamtprojekt nicht zu gefährden, entschlossen sich Murawski und OB Wolfgang Schuster, aus der Interims- eine Dauerlösung am Standort Bad Cannstatt zu machen. Anwohner am Prießnitzweg und die hiesige Kommunalpolitik warfen daraufhin Murawski Wortbruch und arglistige Täuschung vor. Mittlerweile haben sich die Wogen geglättet. Das liegt gut eineinhalb Jahre zurück, mittlerweile steht das ZSG kurz vor der Einweihung.

Mit dem Neubau wurden die räumlichen Voraussetzungen für ein modernes und umfassendes Versorgungsnetz von Menschen mit psychischen Erkrankungen geschaffen. Die beiden Gebäude verfügen über eine Nutzfläche von rund 12 000 Quadratmetern, die sich auf zwei kompakte, durch Lichthöfe gegliederte Baukörper mit großzügig verglasten Fassadenflächen verteilen und durch eine dreigeschossige Eingangshalle verbunden sind.

Der Neubau hat acht Geschosse, ein Funktionsgeschoss mit Empfang, Ambulanz und Therapieangeboten, drei beziehungsweise vier Geschosse mit Stationen sowie drei Geschosse unter der Erde mit Versorgungsgängen, Tiefgarage und Technikräumen. Hochmoderne Ausstattung inklusive Terminal mit Kommunikations- und Informationssystem am Patientenbett, ausgewählte Farbgestaltung und lichtdurchflutete Zimmer sorgen ebenso wie helle Flure und Innenhöfe sowie großzügige Raumgestaltung und Dachterrassen für ein freundliches Ambiente mit Komfort.

Eingebettet in ein begrüntes Wohnumfeld bietet sich auch liegend dem Blick aus den Patientenzimmern eine schöne Aussicht. Eine großzügige Eingangshalle schafft schon beim Empfang eine angenehme Atmosphäre. Auf zwei Komfortstationen mit besonders hochwertiger Ausstattung werden auf Wunsch besondere Serviceleistungen angeboten. Modern eingerichtete Büros, Konferenz- und Therapieräumen schaffen ein ansprechendes Arbeitsumfeld.

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Erstellt:
15. März 2012, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
15. März 2012, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 15. März 2012, 12:00 Uhr

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