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Forschung am Tübinger Max-Planck-Institut

Nervenzellen mit Licht aktivieren

Wie einzelne Schaltkreise in den stark verzweigten Netzwerken des Gehirns funktionieren, das erforschen Mitarbeiter des Tübinger Max-Planck-Instituts für biologische Kybernetik mit einer neuen Methode: der Optogenetik.

21.04.2016

Von an

Tübingen. Zur Erforschung der Aktivitäten einzelner Nervenzellen nutzen die Hirnforscher am Tübinger Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik bislang die Methode der Mikrostimulation. Diese Methode wird insbesondere von Tierschützern kritisiert, weil den Versuchstieren so genannte Ableitkammern in die Schädeldecke implantiert werden. Durch diese Kammern werden Drähte in das Innere des Gehirns eingeführt – bis zu dem Areal, das untersucht werden soll.

Wissenschaftler am Tübinger MPI haben nun zusammen mit Forschern der Universität Newcastle eine Methode erprobt, bei der Nervenzellen und -netzwerke über Lichtsignale angeregt werden. Nervenzellen werden dazu genetisch so verändert, dass sie auf Lichtsignale reagieren (Optogenetik). Diese Methode ist ebenfalls invasiv: Statt eines Drahtes, mit dem elektrische Signale aufgezeichnet werden, wird nun eine Art Glasfaserkabel eingeführt.

Die Methode sei noch exakter als die Mikrostimulation, so der Tübinger Verfasser der Studie, Carsten Klein. Die Forscher nutzten die Optogenetik, um das Sehsystem von Makaken zu untersuchen. Die Methode sei aber nicht auf das visuelle System beschränkt, nicht einmal auf das Gehirn. Sie könne zum Beispiel auch zur Erforschung von Zellen am Herzen genutzt werden, so der Autor der Studie, Carsten Klein.

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Erstellt:
21. April 2016, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
21. April 2016, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 21. April 2016, 01:00 Uhr

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