2. Basketball-Bundesliga

Negativtrend hält an: Tübingen verliert bei Kellerkind Quakenbrück

Die Tübinger Tigers haben ihr Nachholspiel am Dienstagabend mit 97:103 (85:85, 43:39) nach Verlängerung beim Drittletzten Artland Dragons Quakenbrück verloren.

15.02.2022

Von itz

Enttäuschte Tigers unterlagen in Quakenbrück nach Verlängerung. Archivbild: Ulmer

Enttäuschte Tigers unterlagen in Quakenbrück nach Verlängerung. Archivbild: Ulmer

Sieben Spiele in Serie hatten die Artland Dragons Quakenbrück verloren, der Ex-Bundesligist war sieglos im Jahr 2022 und ist stark abstiegsgefährdet. Trainer Tuna Isler musste gehen, Patrick Flomo übernahm vor Wochenfrist. Die Tübinger Tigers hatten zuletzt auch zwei Partien verloren, gegen Paderborn sogar das erste Mal vor heimischem Publikum. Den Druck spürten also beide.

Quakenbrück, das für den Rest der Saison auf Kapitän Adrian Breitlauch verzichten muss, führte zwar zunächst mit 5:4 – doch es sollte vorerst die letzte Führung bleiben. Mitte des zweiten Viertels lagen die Tübinger mit zehn Punkten (34:24) vorne. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Tigers 58 Prozent (7 von 12) ihrer Dreier verwandelt. Doch dann verfielen sie in alte Muster, weil sie sich zu viele Fouls leisteten. Quakenbrück wurde auch treffsicherer. Der Tübinger Vorsprung schmolz zusammen. Die Tigers führten noch mit 43:39 zur Pause.

Etwas mehr als vier Minuten waren in Viertel drei gespielt, als Quakenbrück durch Zachary Ensmingers Dreier zum 49:49 ausgleichen konnte. Das Spiel kippte. Mit neun Punkten lagen die Tigers zum Viertelende hinten (56:65). Sogar auf 14 Punkte wuchs der Tübinger Rückstand im Schlussabschnitt an (58:72, 32. Minute). Doch den Tigers gelang das Comeback: Mateo Seric glich die Partie rund drei Minuten vor Schluss aus (76:76).

Quakenbrück zog dank des überragenden Adam Pechacek wieder auf 83:78 davon, doch Ryan Mikesell sorgte 33 Sekunden vor Schluss erneut für den Ausgleich (83:83). Im Anschluss vergab Demetrius Ward den Dreier für Quakenbrück, Mikesell wurde gefoult, traf beide Freiwürfe, 85:83 Tigers. Noch vier Sekunden. Doch 0,9 Sekunden vor dem Ende foulte Crawley noch Ensminger. Auch Quakenbrück durfte nochmal an die Linie. Ensminger zeigte keine Nerven – 85:85. Kivimäki nahm noch den Not-Dreier, der aber nicht den Sieg brachte. Verlängerung – wie bereits beim Hinspiel-Sieg der Tigers.

Eine Szene aus dem Hinspiel, doch Mateo Seric (am Ball) und Adam Pechacek drückten auch dem Rückspiel ihren Stempel auf. Archivbild: Ulmer

Eine Szene aus dem Hinspiel, doch Mateo Seric (am Ball) und Adam Pechacek drückten auch dem Rückspiel ihren Stempel auf. Archivbild: Ulmer

Doch die Zusatzspielzeit wurde diesmal zum Tübinger Alptraum: Kein einziger Punkt gelang den Tigers in den ersten drei Minuten, Quakenbrück machte elf. Das Spiel war entschieden. Seric brachte Tübingen zwar nochmal auf 94:99 heran, doch da waren nur noch 45 Sekunden zu spielen. Quakenbrück siegte letztlich mit 103:97.

Bei den Tigers war Seric (29 Punkte) der Topscorer. Mikesell brachte es auf 21 Zähler. Quakenbrücks Pechacek scheint Tübingen zu liegen: Seinen 35 Punkten im Hinspiel ließ er am Dienstagabend 40 Zähler folgen.

Für die Tübinger Tigers geht es am kommenden Samstag (19 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den Tabellenzwölften Phoenix Hagen weiter. Eigentlich stand die Partie gegen Itzehoe auf dem Programm, doch der Aufsteiger ist von mehreren Corona-Infektionen betroffen und die Hagener sprangen angesichts den engen Terminplans ein, um weitere Nachholspiele vermeiden zu können.

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Erstellt:
15.02.2022, 21:37 Uhr
Lesedauer: ca. 2min 24sec
zuletzt aktualisiert: 15.02.2022, 21:37 Uhr

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