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Neckarwestheim bekommt mehr atomaren Abfall

Atommüll aus Obrigheim darf nach Neckarwestheim geschafft werden. Für den Transport auf dem Neckar fehlt allerdings noch die Genehmigung.

11.08.2016
  • HANS GEORG FRANK

Neckarwestheim. Als „wichtigen Baustein“ für die Beseitigung des Atomstandorts Obrigheim bewertet die ENBW die Genehmigung der Verlagerung von Brennelementen. Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE), vor wenigen Tagen hervorgegangen aus dem Bundesamt für Strahlenschutz, hat der ENBW den Umzug von 342 Brennelementen des stillgelegten Meilers nach Neckarwestheim erlaubt. Damit muss in Obrigheim kein neues Zwischenlager errichtet werden. Ein solches Depot würde mehrere Millionen Euro kosten und die komplette Aufgabe des Atom-Areals um mehrere Jahre verzögern.

Im bestehenden Zwischenlager von Neckarwestheim können die radioaktiven Reste aus Obrigheim untergebracht werden. Dort existieren zwei spezielle Tunnelröhren mit insgesamt 151 Stellplätzen für Castor-Container. Mit Abfällen aus den beiden Neckarwestheimer Reaktoren werden voraussichtlich nur 125 Positionen belegt. Aus Obrigheim werden 15 Castoren erwartet.

Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) hat die Entscheidung des BfE begrüßt. Er hatte das Vorhaben bereits im April 2013 gutgeheißen: „Jeder Zwischenlagerstandort weniger ist ein Mehr an Sicherheit für die Menschen.“ Die Gemeinde Neckarwestheim will das ortsfremde Material nicht aufnehmen, zumal es dort für unabsehbare Zeit bleiben dürfte.

Auch Anti-Atom-Aktivisten lehnen die „noch stärkere Konzentration von Atommüll“ ab, weil der Untergrund wegen „Auswaschungen und Hohlräumen“ ungeeignet sei. Widerstand formiert sich auch gegen den von der ENBW ausgewählten Transport auf dem Neckar. Für die 50 Kilometer lange Wasserstrecke werden spezielle Schiffe benötigt, um die jeweils 125 Tonnen schweren Castoren ans Ziel zu bringen. Dort wird derzeit eine Entladerampe gebaut. Die Gegner befürchten „unübersehbare Gefahren für die Bevölkerung“, da solche Frachten auf Flüssen nicht erprobt seien. „Die Zerstörung eines einzigen Castors könnte ganze Landstriche unbewohnbar machen“, heißt es in einer Erklärung. Neckaranlieger erwarten bei Gemeinderatssitzungen detaillierte Informationen der ENBW.

Wann der Transport startet, ist unklar. Das Genehmigungsverfahren des BfE sei noch nicht beendet, bestätigte eine Sprecherin auf Anfrage.

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11.08.2016, 06:00 Uhr
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