Neckarwestheim

Neckarwestheim will keine Brennelemente aus Obrigheim lagern

Die Gemeinde Neckarwestheim will eine mögliche Zwischenlagerung von abgebrannten Brennelementen aus dem abgeschalteten Kernkraft Obrigheim auf ihrem Gebiet verhindern.

20.06.2016

Von dpa/lsw

Ein Mann steht im Zwischenlager des AKWs vor zahlreichen Castor-Behälter. Foto: S.Kahnert/Archiv dpa/lsw

Neckarwestheim. «Es gab Zusagen, daran hat sich die Politik zu halten», sagte Bürgermeister Jochen Winkler der Deutschen Presse-Agentur. Demnach sollte in Neckarwestheim nur Energie produziert und der Atommüll anderswo gelagert werden. Dennoch habe der Energieversorger EnBW 2006 ein atomares Zwischenlager in der 3800-Einwohner-Kommune errichtet.

Die EnBW erwägt, 15 Castoren vom 2005 abgeschalteten Kernkraftwerk Obrigheim (Neckar-Odenwald-Kreis) voraussichtlich per Schiff nach Neckarwestheim (Kreis Heilbronn) zu befördern. Seine Pläne will der Konzern an diesem Montag vorstellen.

In den Genehmigungsverfahren für Transport und Zwischenlagerung beim Bundesamt für Strahlenschutz werde die Kommune ihre Bedenken einbringen und für einen Verzicht plädieren, sagte Winkler. Die Bürger befürchteten, dass das Zwischenlager zum Endlager werde.

In Deutschland gibt es noch kein Endlager für hochradioaktiven Atommüll. Zwar gebe es wegen der großen Bedeutung des Atomkraftwerkes als Arbeitgeber unterschiedliche Meinungen zu den Plänen in Neckarwestheim, sagte der Bürgermeister. Aber der Gemeinderat sei mehrheitlich gegen eine Nutzung des Zwischenlagers für den Müll eines anderen Kraftwerks. Diese Position werde die Gemeinde vertreten.

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Erstellt:
20. Juni 2016, 09:00 Uhr
Aktualisiert:
20. Juni 2016, 08:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 20. Juni 2016, 08:00 Uhr

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