Ibach

Nawalny ist im Schwarzwald gejoggt

Kremlgegner Alexej Nawalny hat sich nach dem Giftanschlag auf ihn eine ganze Weile in der Schwarzwald-Gemeinde Ibach (Landkreis Waldshut) erholt.

13.01.2021

Von dpa/lsw

Alexej Nawalny, Oppositionsführer aus Russland. Foto: Pavel Golovkin/AP/dpa/Archiv

Ibach. Er sei in einer Ferienwohnung mit guter Ausstattung untergebracht gewesen, sagte Bürgermeister Helmut Kaiser (CDU) am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. „Er ist viel gewandert, er ist viel gejoggt“, berichtete Kaiser über Nawalny. Auch mit den Leuten im Ort habe der 44-Jährige ein paar Kontakte gehabt.

Nawalny habe sich für den Aufenthalt bedankt, so der Bürgermeister. Und er habe gesagt, Ibach sei ein Ort gewesen, an dem er sehr zur Ruhe gekommen sei und den er in Erinnerung behalten werde. Anfang Dezember habe Nawalny die 400-Einwohner-Gemeinde verlassen. Wohin er dann ging, weiß Kaiser nach eigenen Angaben nicht.

Auf den Russen war ein Mordanschlag mit dem Nervengift Nowitschok verübt worden. Seit August hielt er sich zur Heilung in Deutschland auf. Am Mittwoch kündigte Nawalny über den Kurznachrichtendienst Twitter an, an diesem Sonntag mit einer Maschine der russischen Fluggesellschaft Pobeda nach Moskau zurückkehren zu wollen.

Nawalny macht für den Giftanschlag mit einem chemischen Kampfstoff der Nowitschok-Gruppe im vergangenen August ein unter dem Befehl von Kremlchef Wladimir Putin agierendes „Killerkommando“ des Inlandsgeheimdienstes FSB verantwortlich. Russland bestreitet eine Verwicklung in den Fall und verlangt etwa von Deutschland Beweise für eine Vergiftung. Erst dann wolle man Ermittlungen einleiten.

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Erstellt:
13. Januar 2021, 11:54 Uhr
Aktualisiert:
13. Januar 2021, 11:54 Uhr
zuletzt aktualisiert: 13. Januar 2021, 11:54 Uhr

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