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Missbrauchsvorwürfe

Nastassja Kinski nennt Schwester eine Heldin

Die Erinnerung an Klaus Kinski bekommt noch mehr Schrammen. Tochter Nastassja ist tief betroffen über die Missbrauchsvorwürfe ihrer Halbschwester.

12.01.2013

Von DPA

Berlin Nastassja Kinski (51) nennt ihre Halbschwester Pola (60) nach den Vorwürfen gegen ihren Vater Klaus Kinski eine Heldin. "Denn sie hat ihr Herz, ihre Seele und damit auch ihre Zukunft von der Last des Geheimnisses befreit", schrieb Nastassja in einem Beitrag für "Bild", in dem sie sich tief betroffen zeigte.

In ihrem Buch "Kindermund" bezichtigt die älteste Kinski-Tochter Pola ihren 1991 gestorbenen Vater, sie jahrelang sexuell missbraucht zu haben.

Nastassja Kinski stärkte ihrer Halbschwester den Rücken bei ihrem öffentlichen Bekenntnis. "Ich bin stolz auf ihre Kraft, ein solches Buch zu schreiben. Ich kenne den Inhalt. Ich habe ihre Worte gelesen. Und ich habe lange geweint", schrieb sie weiter. "Ja, dies ist ein schwieriger Moment für mich . . . Ich stehe zu meiner Schwester, stehe hinter ihr", versicherte sie. Solch ein Buch helfe allen Kindern, Jugendlichen und Müttern, die Angst vor dem Vater hätten. "Nur, weil sich jemand Vater nennt, wie in diesem Fall, bedeutet es nicht, dass er auch ein Vater ist."

Derweil stellt der Geschäftsführer der Deutschen Filmakademie, Alfred Holighaus, die Ehrung Kinskis auf dem "Boulevard der Stars" in Berlin infrage. Zur Frage, ob Kinski, der mit Filmen wie "Nosferatu", "Aguirre" und "Fitzcarraldo" Weltruhm erlangte, seine Ehrung auf dem Boulevard behalten soll, sagte Holighaus der "B.Z.", die Jury werde sich schnell zusammensetzen und darüber sprechen: "Wenn ich die Berichte lese, wird mir schlecht. Und wenn sie stimmen, dann würde ich mich über dem Stern übergeben." Er glaube nicht, dass sich die Tochter so etwas ausdenke.

Die Chefin des "Boulevards der Stars", Georgia Tornow, warnte vor übereilten Entscheidungen. Das braucht eine vertrauensvolle Debatte, keinen Schnellschuss."

Nastassja Kinski (links) hält zu ihrer Halbschwester Pola. Fotos: dpa

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Erstellt:
12. Januar 2013, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
12. Januar 2013, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 12. Januar 2013, 12:00 Uhr

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