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Narrengericht verurteilt Strobl zu sechs Eimern Wein
Thomas Strobl (CDU, M), Innenminister von Baden-Württemberg. Foto: Patrick Seeger dpa/lsw
Stockach

Narrengericht verurteilt Strobl zu sechs Eimern Wein

Sechs Eimer Strafwein muss Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl an das traditionelle Narrengericht in Stockach (Kreis Konstanz) zahlen.

08.02.2018
  • dpa/lsw

Stockach. Die Fastnachts-Richter befanden den CDU-Bundesvize am Donnerstag - dem «Schmotzigen Dunschtig» - in allen Anklagepunkten für schuldig. Sie gewährtem ihm jedoch Nachlass: Normalerweise umfasst der Eimer Strafwein 60 Liter, Strobl müsse aber nur jeweils 41 Liter abliefern. Dem CDU-Politiker waren in der Verhandlung zuvor unter anderem Wahnvorstellungen und Allmachtsphantasien vorgeworfen worden - weil er glaube, ohne ihn breche die Welt zusammen und der VfB Stuttgart steige ab.

Mit einer leidenschaftlichen Verteidigungsrede hatte Strobl daraufhin vor allem die weiblichen Zuhörer in Stockach auf seine Seite gezogen: «Ein Gericht nur aus Männern, das gehört ins Mittelalter», rief der Angeklagte und löste damit einen solchen Jubel im Saal aus, dass sich der Vorsitzende Richter einschalten mussten: «Ruhe bitte, sonst lass ich die weibliche Hälfte des Saales räumen.»

Das mehr als 600 Jahre alte Stockacher Narrengericht gehört zu den Höhepunkten der schwäbisch-alemannischen Fastnacht im Südwesten. Auf der Anklagebank der Institution saßen bereits Franz Josef Strauß (CSU) und Angela Merkel (CDU). Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) war zur Zahlung von drei Eimern Wein verdonnert worden.

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08.02.2018, 21:05 Uhr | geändert: 08.02.2018, 19:50 Uhr
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