Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Nächstes Jahr mehr Europa-Flüge
Ab kommenden Sommer sollen deutlich mehr Flüge zwischen Stuttgart und Berlin angeboten werden. Foto: Bildquelle
Flughafen Stuttgart

Nächstes Jahr mehr Europa-Flüge

2018 wird mit einem neuen Passagierrekord gerechnet. Nach der Insolvenz von Air Berlin bietet auch die britische Billigfluggesellschaft Easyjet Verbindungen in die Hauptstadt an.

07.12.2017
  • SANDRA GALLBRONNER

Breitbeiniger Stand. Breitbeiniger Stand. Hände hoch. Stiefel aus. Abtasten lassen. Es ist eine nervenaufreibende Prozedur, die der Fluggast über sich ergehen lassen muss, bevor er in einen Flieger steigen darf. Aber die Zahlen zeigen: Immer mehr Menschen fliegen vom oder zum Stuttgarter Flughafen.

Nachdem der größte Airport Baden-Württembergs mit 10,6 Mio. Fluggästen 2016 einen neuen Passagierrekord erreichen konnte, wird sich dieses Ereignis aller Voraussicht nach 2017 wiederholen: „Wir kratzen an der 11 Mio. Marke“, sagte der Geschäftsführer des Flughafens Stuttgart, Walter Schoefer, gestern bei einem Pressegespräch. Eine genaue Prognose sei noch nicht möglich.

Die Insolvenz von Air Berlin war die größte Herausforderung des laufenden Jahres. Hier konnte der Stuttgarter Flughafen im November 44 Prozent weniger Sitzplätze als im Vormonat anbieten, wie Geschäftsführerin Dr. Arina Freitag erklärte. Zudem sind die Ticketpreise bei der Lufthansa rasch in die Höhe geschnellt, teilt Pressesprecherin Beate Schleicher mit.

Bedenken wegen einer zu stark werdenden Lufthansa sind nun aber aus dem Weg geräumt: Der britische Billigflieger Easyjet teilte gestern mit, ab dem 8.Januar täglich vier Flüge nach Berlin anzubieten. „Es ist gut, einen Wettbewerb zu haben“, freute sich Schoefer. Ab Mitte Januar wolle auch Eurowings noch häufiger nach Berlin-Tegel fliegen. Ab Mitte 2018 wolle die Billigfluggesellschaft 1,2 Mio. Passagiere mehr als zuvor transportieren.

Auch Nordafrika liegt im Fokus

Langfristig wollen die Chefs des Stuttgarter Flughafens mehr Flüge vorwiegend innerhalb Europas anbieten, wie Freitag sagte: „Wir werden den Wegfall von Air Berlin kompensieren. Vielleicht wird das Platzangebot sogar größer.“ Der Fokus liege auf Zielflughäfen in Italien, Osteuropa sowie Nordafrika.

Und wie sieht es mit Reisen in die Türkei aus? Hier gebe es allmählich wieder einen Zuwachs, berichtet Schoefer: „Natürlich liegen Buchungen in die Türkei aber lange noch nicht auf dem Niveau, wie es vor Erdogan war.“

Umsatzzahlen für 2017 liegen noch nicht vor. Man erwarte allerdings ein noch negativeres Ergebnis als im Vorjahr, als man bei einem Umsatz von 269,8 EUR ein operatives Ergebnis von 40,7 Mio. EUR einfuhr. Grund ist der hohe Finanzierungsbeitrag von 71 Mio. EUR am Bahnprojekt Stuttgart 21. Nach eigenen Angaben ist der Landesflughafen dennoch einer der profitabelsten internationalen Flughäfen in Deutschland.

In Bezug auf Stuttgart 21 beklagt die Chefriege, dass man derzeit immer noch nicht über die Gründe der Kostensteigerung informiert worden sei. Ein Gespräch mit dem Projektpartner ist für den 18. Dezember geplant. Für die Zukunft haben die Geschäftsführern bereits viel im puncto Technologie geplant. So soll 2018 ein neuer Terminal in Form eines sogenannten Energieplushauses, dessen Energiebilanz positiv ausfällt, entstehen. „Ein solches Haus gibt es weltweit noch nicht“, erkärte Schoefer. 24

Schnell-Ladesäulen sollen im Parkhaus P14 entstehen. Des Weiteren soll die Hybridisierung von Flugzeugen vorangetrieben werden. Auch der Wiedererkennungswert des Flughafens sei ein wichtiger Aspekt, sagten die Geschäftsführer.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

07.12.2017, 06:00 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.
 
Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Wirtschaft im Profil

Die aktuelle Ausgabe unseres Business-Magazins Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular