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Oldtimer

Nachschub an Chromjuwelen

Die Zahl klassischer Fahrzeuge auf deutschen Straßen wächst. Dieses Jahr kommen einige Modelle dazu, denen man ihr Alter nicht auf den ersten Blick ansieht.

21.01.2019

Von dpa/amb

Sieht nicht aus wie ein Oldtimer, aber ist einer: der Citroën XM. Foto: Citroën Communication

Oldtimer sind in Deutschland beliebt. De Besitzer der Fahrzeuge lassen sich ihr Hobby einiges kosten: Allein für die Reparatur, Restaurierung und Wartung der häufig chromblitzenden Autos geben sie nach einer Studie der Beratungsgesellschaft BBE Automotive 2,5 Mrd. EUR pro Jahr aus. Berücksichtigt man auch Versicherungen, Reisen, Garagen und andere Zusatzausgaben steigt die Summe auf fast 5 Mrd. EUR. Zum Vergleich: Die Reparatur und Wartung aller rund 46 Mio. Pkw lassen sich die Deutschen pro Jahr rund 30 Mrd. EUR kosten.

Derzeit sind in Deutschland mehr als 700.000 Autos auf den Straßen unterwegs, die älter als 30 Jahre sind. Nicht jeder Oldtimer besitzt allerdings das H-Kennzeichen. Dieses dürfen nur Fahrzeuge haben, die älter als 30 Jahre sind und als historisches Kulturgut gelten. Eine Bedingung dafür ist, dass sich die Fahrzeuge weitestgehend im Originalzustand befinden. Das gilt derzeit für rund 480.000 Fahrzeuge. Für diese bezahlen ihre Halter einen einheitlichen, gesetzlich festgelegten Jahressteuersatz von knapp 192 EUR. Außer bei Oldies mit recht kleinen Motoren fahren Halter damit meist kostengünstiger, als wenn sie ihr Auto normal anmelden. Ein weiterer Vorteil: Oldtimer dürfen in der Regel in städtische Umweltzonen einfahren. Allerdings geht Götz Knoop, Vizepräsident des Bundesverbands für Clubs klassischer Fahrzeuge, davon aus, dass die Einfahrverbote für Dieselautos in einigen Städten auch Oldtimer treffen. „In Hamburg ist das bereits der Fall, in Stuttgart ist es dem aktuellen Stand nicht so. Welches Auto wo reindarf, wird man im Einzelfall schauen müssen. Ich erwarte einen Flickenteppich.“

In diesem Jahr tauchen neue H-Kandidaten auf, manche davon besitzen bereits Klassikerstatus. Diese Modelle gehören dazu:

BMW 850i Das lang gestreckte Zweitürer-Coupé kam 1989 in den Handel und für BMW-Fans direkt aus der Zukunft, so futuristisch war sein Design. Der Fünfliter-Zwölfzylinder hat 300 PS. Nach Angaben des Marktbeobachters Classic data betrug der Neupreis 135.000 D-Mark. Heute kostet ein BMW 850i rund 34.800 EUR.

Mazda MX-5 Nicht nur heute ein Klassiker, sondern damals bereits der Vorreiter einer neuen Roadster-Welle. Mit dem MX-5 kamen die zweisitzigen Cabrios wieder in Mode – auch, weil der kleine Wagen mit den Klappscheinwerfern für seine Art erschwinglich war. Für ein Modell mit 115 PS werden aktuell 7000 EUR fällig.

Mercedes 300 SL-24 Der Stuttgarter Hersteller wartete mit einem Oberklasse-Roadster auf, einer Neuauflage des SL. Technische Neuerung war ein Überrollbügel, der bei Überschlagunfällen blitzschnell ausfahren konnte. Aktueller Preis für den 300 SL-24 mit 231 PS: 18.400 EUR.

Citroën XM An der Gestaltung der fünftürigen Limousine wirkte das italienische Designbüro Bertone mit, technisch punktete der XM wie seine Vorgänger DS und CX mit spezieller Federtechnik, die ungewollte Wank- und Neigebewegungen während der Fahrt verringerte. Der aktuelle Richtpreis: 3300 EUR für ein Zweiliter-Exemplar mit 121 PS.

Zu den neuen Oldtimer-Kandidaten gehören auch diese Modelle:

Porsche 911 Carrera 2 (Kostenpunkt: 58. 600 EUR), Ferrari 348 TB (56.700 EUR), VW Passat Variant G60 Synchro (7200 EUR), Audi 200 Quattro 20V (28.400 EUR) sowie der Opel Lotus Omega. Er kostete damals 125.000 D-Mark, heute wird die in einer Kleinserie hergestellten Sportlimousine für 43.000 EUR gehandelt.

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Erstellt:
21. Januar 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
21. Januar 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 21. Januar 2019, 06:00 Uhr

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