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Stuttgart

Nachhilfe von der Autoindustrie: Bildungsbündnis angeregt

Damit Baden-Württemberg bei Geschäftsmodellen der Zukunft nicht den Anschluss verliert, will die Autoindustrie nach Zeitungsberichten Lehrern im Land Nachhilfe geben.

13.07.2018

Von dpa/lsw

Stuttgart. Das Problem sei, dass das pädagogische Personal in vielen Kindergärten, Schulen und Berufsschulen heute selbst nicht mit der Digitalisierung groß geworden sei. «Wir wollen diesen Menschen Bildungsangebote machen, die sie dazu befähigen, Themen wie Softwarekompetenz, den Umgang mit neuen Technologien und das Wissen um neue Berufe und Geschäftsmodelle viel früher in die Bildungskette einfließen zu lassen», sagte Daimler-Personalchef Wilfried Porth in einem Interview mit der «Stuttgarter Zeitung» und den «Stuttgarter Nachrichten» (Samstag).

«Wir denken da an Patenschaften zwischen einzelnen Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Verbänden», erklärte Porth. Bei dem Bildungsbündnis gehe es weniger um Hardware als um die Frage, «was man damit machen kann - außer darauf rumzudaddeln». Neben Porth waren bei dem Gespräch Porsche-Vertriebsvorstand Detlev von Platen und Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU). Alle drei sind im Vorstand des Transformationsrats, den die Ministerin gegründet hat, um die Folgen des Umbruchs in der Autoindustrie abzumildern.

«Wir müssen feststellen, dass Deutschland und auch Baden-Württemberg nicht wirklich digital ticken», räumte die Ministerin in dem Gespräch ein. Die Automanager forderten zugleich ein stärkeres Engagement beim Ausbau der digitalen Infrastruktur. Ganz entscheidend sei die flächendeckende Abdeckung mit dem neuesten Mobilfunkstandard. «5G ist kein Wunsch, 5G ist ein Muss», so Porsche-Vertriebsvorstand von Platen. «Vor allem wenn das autonome Fahren Wirklichkeit werden soll.»

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Erstellt:
13. Juli 2018, 20:06 Uhr
Aktualisiert:
13. Juli 2018, 19:20 Uhr
zuletzt aktualisiert: 13. Juli 2018, 19:20 Uhr

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