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Freiburg

Nach tödlichem Schuss auf einen Wolf fehlt die direkte Spur

Knapp sieben Monate nach dem Fund eines erschossenen Wolfes im Schluchsee im Schwarzwald hat die Polizei keine konkrete Spur zu dem Täter.

05.02.2018
  • dpa/lsw

Freiburg. Die Spurensuche und die Ermittlungen liefen weiter, sagte eine Polizeisprecherin in Freiburg. Bislang fehle ein direkter Hinweis. Untersucht würden derzeit unter anderem Projektile von 13 Waffen, die bei einer Durchsuchungsaktion im vergangenen November entdeckt wurden. Diese Untersuchungen seien noch nicht abgeschlossen.

Der Wolf war am 8. Juli vergangenen Jahres tot im Schluchsee gefunden worden. Die Untersuchungen ergaben, dass er erschossen wurde. Die Kugel steckte noch in dem toten Tier. Die Staatsanwaltschaft Freiburg führt ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannt. Der Wolf ist laut Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Sein Abschuss ist eine Straftat. Ein Bündnis aus Naturschutzverbänden und Vereinen hat im Oktober 2500 Euro Belohnung für Hinweise ausgelobt.

Im November hatte die Polizei eine Durchsuchungsaktion bei Jägern und anderen Waffenbesitzern der Region gestartet. Die Besitzer gaben die Waffen den Angaben zufolge freiwillig den Beamten. Dabei handele es sich um sogenannte Langwaffen, die seither überprüft werden.

Der Naturschutzbund (Nabu) forderte am Montag Konsequenzen. Es brauche eine Sonderermittlungseinheit für Umweltkriminalität, sagte der Landevorsitzende des Umweltverbandes, Johannes Enssle. Die stockenden Ermittlungen im Fall Schluchsee zeigten Handlungsbedarf, gefordert sei die Landesregierung.

«Es ist gut und richtig, dass im Fall des illegal getöteten Schluchsee-Wolfes weiter ermittelt wird», sagte Enssle: «Die Länge der Ermittlungen zeigt aber, wie wichtig es ist, dass die Ermittlungsbehörden Spezialisten für Umwelt- und Naturschutzdelikte an die Seite gestellt bekommen.» Würden Tiere getötet, würden Täter nur in seltenen Fällen dingfest gemacht. Dies müsse sich ändern.

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05.02.2018, 07:24 Uhr | geändert: 05.02.2018, 15:10 Uhr
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