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Verloren, na und?!

Nach der Panne bei Arsenal: Bayern auf Rekordjagd in der Bundesliga

Die erste Pleite nach zwölf Siegen in Serie nehmen die Bayern ungewohnt gelassen hin. Sie legen es darauf an, die negativen Eindrücke schnellstmöglich mit einem Triumph von historischer Note zu kaschieren.

22.10.2015
  • ARMIN GRASMUCK

München/London Es war bestimmt keine Absicht, dass Manuel Neuer die eigentlich gut zu berechnende Flanke unterlaufen und damit die bittere Pleite eingeleitet hat. Der Torhüter des FC Bayern hätte das Gastspiel in der Champions League bei Arsenal London genauso gerne gewonnen wie seine Mitspieler. Am Ende hieß es aus Sicht der Münchner 0:2. Die erste Panne nach zwölf Siegen in Serie schienen sie jedoch relativ locker zu nehmen. "Dies ist eine Niederlage, bei der die Mannschaft trotzdem mit erhobenem Haupt vom Platz gegangen ist", so befand der Vorstandsvorsitzende der Bayern, Karl-Heinz Rummenigge, beim Mitternachtsbankett im noblen Mannschaftshotel The Landmark. "Es ist nichts Dramatisches passiert."

Tatsächlich hatten die Münchner das Spiel lange dominiert. Rund 800 verbriefte Ballkontakte, mehr als 70 Prozent Ballbesitz - zum ersten Mal in dieser Saison ließen die Münchner aber die Konsequenz im Abschluss vermissen. "Ohne Tore wird man nach einem Spiel nie Schulterklopfer haben", sagte Thomas Müller. Sein Trainer formulierte es staatstragend: "Das ist Champions League", sagte Pep Guardiola. "Und in der Champions League musst du perfekt sein. Das waren wir heute in manchen Punkten nicht."

Die erste Niederlage haben die Bayern, rein sportlich betrachtet, zum günstigsten Zeitpunkt kassiert. In der Gruppenphase der Champions League bleibt die Ausgangslage nach den zwei souveränen Triumphen zum Auftakt - 3:0 bei Olympiakos Piräus und 5:0 zuhause gegen Dinamo Zagreb - positiv. In den beiden Heimspielen gegen Arsenal und Piräus können die Münchner den Einzug in das Achtelfinale genauso wie bei der Partie in Zagreb perfekt machen. Es dürfte Neuer, Müller und den Kollegen auch gelegen kommen, dass sie auf relativ unspektakuläre Weise den Nimbus der Unbesiegbarkeit verloren und die damit verbundenen Diskussionen um die wahre Leistungskraft der Mannschaft beendet haben, die seit jeher auch das Binnenklima eines Klubs zu beeinträchtigen drohen.

"Wir schauen nach vorne", sagte Kapitän Philipp Lahm am Londoner Flughafen kurz vor dem Abflug nach München. Das Heimspiel in der Bundesliga, am Samstag gegen die überraschend stark gestartete Mannschaft des 1. FC Köln, bietet die perfekte Gelegenheit, die negativen Eindrücke aus dem Europapokal zu kaschieren. Auch weil die Bayern sich mit einem Triumph über die Rheinländer einen weiteren Eintrag in den Geschichtsbüchern der deutschen Eliteliga sichern könnten - es wäre der 1000. Sieg der Bayern in der Bundesliga. "Nach Niederlagen ist es immer wichtig, dass man sofort eine Reaktion zeigt", sagte Klubchef Rummenigge. "Das kann ein Rekord für die Ewigkeit werden." Für Manuel Neuer bleibt da wohl nur die Nebenrolle.

Nach der Panne bei Arsenal: Bayern auf Rekordjagd in der Bundesliga
Falsch berechnet: Vor dem Führungstreffer der Londoner segelte Bayerns Torwart Manuel Neuer (links) an einer Flanke vorbei. Foto: Imago

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22.10.2015, 12:00 Uhr
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