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Formel 1: Ein Gaspedal spielt Schicksal

Nach Rosbergs Ausfall in Sotschi darf Lewis Hamilton den Sekt kalt stellen

Der Titelkampf in der Formel 1 ist so gut wie entschieden. Nach seinem Sieg im Großen Preis von Russland kann sich Lewis Hamilton beim nächsten Rennen in Austin zum Weltmeister krönen.

12.10.2015
  • SID/DPA/MHA

Sotschi Aus einem heißen Duell auf der Rennstrecke wurde eine kalte Dusche für Nico Rosberg. Weil in seinem Formel-1-Wagen das Gaspedal brach, zerplatzte der Traum von einem offenen Titelkampf bis zum letzten Rennen mit seinem Mercedes-Teamkollegen Lewis Hamilton in Sotschi schon in Runde sieben. Der Brite gewann den Großen Preis von Russland nach Rosbergs Ausfall souverän und ist mit einem Sieg in zwei Wochen in Austin/Texas erneut Weltmeister - wenn Sebastian Vettel nicht über Rang drei hinauskommt.

Der Ferrari-Pilot wurde am Sonntag in der Olympiastadt von 2014 Zweiter und ist nun mit 66 Punkten Rückstand erster Verfolger Hamiltons. Allerdings hatte der Heppenheimer zu keinem Zeitpunkt eine Siegchance. Dritter wurde Force-India-Pilot Sergio Perez, der in der letzten Runde von einer Kollision zwischen den beiden Finnen Kimi Räikkönen und Valtteri Bottas profitierte.

Beim umjubelten Zieleinlauf der Konkurrenten war Rosberg längst desillusioniert aus seinem Mercedes gestiegen. "In meiner ganzen Formel-1-Karriere ist es noch nie passiert, dass das Gaspedal in meine Richtung kommt", beschwerte sich der 30-Jährige. "Das ist nicht lustig, das ist gefährlich."

Auch Nico Hülkenberg fiel früh aus, der Deutsche im Force India musste nach einem Crash mit dem Schweden Marcus Ericsson in der ersten Runde aufgeben. Dadurch ging das Rennen in der Olympiastadt gleich mit einer Safety-Car-Phase los. "Meine Hinterreifen blockierten beim Anbremsen", sagte Hülkenberg nach seinem vierten Ausfall in den zurückliegenden sechs WM-Läufen.

In der 13. Runde dann ein spektakulärer Unfall von Romain Grosjean. Der Franzose krachte mit schätzungsweise 250 km/h in eine Streckenbarriere. Grosjean konnte aber aus dem demolierten Lotus steigen. Wieder musste das Safety Car ausrücken. Danach fuhr Hamilton ungefährdet vorne weg. "Die letzten Runden habe ich einfach genossen, alles aufgesaugt", sagte der Engländer: "Wer weiß, wie oft ich in meiner Karriere noch in dieser Situation sein werde."

Ein weiterer tragischer Held war Rookie Carlos Sainz im Toro Rosso. Der 21-Jährige hatte am Samstag mit einem heftigen Unfall im freien Training für einen Schockmoment gesorgt, zog sich dabei aber keine ernsthaften Verletzungen zu. Nach dem Start vom Ende des Feldes kämpfte sich der Neuling in die Punkteränge - um kurz vor Schluss doch noch auszuscheiden.

Immerhin gab es diesmal keinen Reifenärger, im Gegenteil: Am Rande des Großen Preises von Russland wurde der Vertrag mit Lieferant Pirelli um drei Jahre bis 2019 verlängert.

Nach Rosbergs Ausfall in Sotschi darf Lewis Hamilton den Sekt kalt stellen
Spektakulärer Start: Wenige Runden später trennten sich die Wege von Nico Rosberg (u.) und Lewis Hamilton (Mitte). Valtteri Bottas (o.) wurde Zwölfter. Foto: Getty

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12.10.2015, 12:00 Uhr
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