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Stuttgart

Nach Razzia: 42 Algerier untergetaucht

Aus der Lea Ellwangen sind zuletzt nach einer Razzia auffällige Algerier ins Stuttgarter Reitstadion verlegt worden. Viele sind nun verschwunden.

12.02.2016
  • ROLAND MUSCHEL

Stuttgart. Erst Ende Januar waren nach einer Großrazzia in der Landeserstaufnahmestelle in Ellwangen Dutzende Flüchtlinge aus Algerien, die als aggressiv und gewalttätig galten, ins Stuttgarter Reitstadion verlegt worden. Zwei Wochen zuvor waren schon einmal Störenfriede ins Reitstadion verlegt worden. Dort sollen bis zu 120 Sicherheitsleute in drei Schichten rund um die Uhr für Ordnung sorgen.

Doch mehr als die Hälfte der offiziell registrierten 77 Männer - die alle mit einer Ablehnung ihrer Asylanträge rechnen müssen - ist inzwischen verschwunden. "Polizei sucht 39 Männer aus Flüchtlingsheim", berichtete die "Bild"-Zeitung gestern Früh. Am Nachmittag war die Zahl auf 42 gestiegen, wie eine Sprecherin des Regierungspräsidiums Stuttgart bestätigte. Sie sind nun zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben.

Der Fall wirft ein Schlaglicht auf das Phänomen verschwundener Flüchtlinge, aber auch auf die Diskrepanz zwischen politischen Ankündigungen und der rechtlichen Realität. Für die ersten Monate besteht eine Residenzpflicht für Asylbewerber, sie dürfen sich aber auch außerhalb der Erstaufnahmestelle frei bewegen - schließlich sind sie keine Gefangenen.

Ein Verstoß gegen die Residenzpflicht kann als Ordnungswidrigkeit gewertet werden. Anders ist es, wenn ein abgelehnter Asylbewerber vollziehbar ausreisepflichtig wäre. Ob das für einen oder mehrere der Algerier der Fall ist, war gestern nicht zu erfahren. Generell gilt, dass ihre Asylanträge in rund 98 Prozent der Fälle abgelehnt werden.

Nach den Übergriffen in der Silvesternacht in Köln und in anderen Städten hatte die Politik ein hartes Vorgehen gegen Straftäter angekündigt und insbesondere im Falle nordafrikanischer Flüchtlinge mit geringer Bleibeperspektive rasche Abschiebungen in Aussicht gestellt. Bisher, heißt es in Sicherheitskreisen, erschwerten die so genannten Maghreb-Staaten aber die Rücknahme ihrer Landleute durch bürokratische Winkelzüge.

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12.02.2016, 08:30 Uhr
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