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Den Bayern fehlen Gegner

Nach Pokalsieg gegen den VfL wünscht sich "Über-Mannschaft" ein Derby

Die Dominanz beim Pokalsieg in Wolfsburg war ein weiteres Statement des Teams von Pep Guardiola. Aufgrund mangelnder ebenbürtiger Gegner wünscht sich der FC Bayern nun ein Derby mit den Löwen.

29.10.2015
  • BAY

Wolfsburg Von Langeweile im deutschen Fußball will Pep Guardiola (noch) nichts wissen. "Ich will das nicht hören", sagte der Coach des FC Bayern München entschieden, nachdem scheinbar der letzte potenziell für sein Team gefährliche deutsche Gegner kapituliert hatte.

Guardiolas Kollege Dieter Hecking vom VfL Wolfsburg gab nach dem 1:3 (0:3) im DFB-Pokal am Dienstag nämlich unumwunden zu: "Im Moment sind sie zu stark für die Liga." Noch viel mehr als es das Ergebnis aussagte, beherrschten die Bayern den Titelverteidiger nach Belieben in dessen Stadion, in dem es in diesem Jahr bereits zwei empfindliche Münchner Pleiten gegeben hatte. Von den Kräfteverhältnissen beim 4:1 der Wolfsburger im Januar oder dem Supercupsieg vor der Saison ist Fußball-Deutschland inzwischen aber wieder ein gehöriges Stück entfernt.

"Die Bayern sind weit weg. Heute waren sie aber noch weiter weg, als ich vermutet habe", bekannte Wolfsburgs Sportchef Klaus Allofs, dessen Team ähnlich chancenlos war wie beim 1:5 in München im September in der Liga: "Alles, was man braucht, haben sie gezeigt: Schnelligkeit, Zweikampfstärke, Sicherheit, fast überhaupt keine technischen Fehler." Neben dem Vizemeister und Titelverteidiger VfL hatten die Bayern im Rahmen ihrer zehn Siege aus den bisherigen zehn Bundesligapartien unter anderem auch die derzeit vermeintlich zweitbeste deutsche Mannschaft, Borussia Dortmund, schon mit 5:1 verprügelt. Gegner scheint es hierzulande nicht mehr zu geben. "Im Moment ist es sehr schwer, gegen uns zu bestehen", sagte Bayern-Kapitän Philipp Lahm.

Fast scheint es so, als wollten die Stars ihren Coach angesichts dessen auslaufenden Vertrages mit starken Leistungen davon überzeugen, ja nicht vor der mangelnden Herausforderung in Deutschland zu fliehen. Auf und neben dem Platz. "Es ist klar und eindeutig, dass diese Mannschaft dem Trainer folgt", meinte Lahm zum vorangegangen Statement auf dem Feld: "Ich habe ihm mitgeteilt, dass die Mannschaft sehr gerne mit ihm weiter arbeiten würde." Dies unterstrich auch Manuel Neuer: "Wir lernen immer dazu. Er kann uns noch viel beibringen." In der Tat war Guardiolas Handschrift beim Sieg in Wolfsburg klar zu erkennen. Dort, wo er im Januar mit der dominanten Ballbesitztaktik noch ausgekontert worden war, passte er die Ausrichtung diesmal entscheidend an. Vor allem in der ersten Halbzeit klebten die Torschützen Douglas Costa (15. Minute) und Thomas Müller (20./34.) an den Außenbahnen und zogen das Spiel so extrem auseinander. Zudem attackierten die Bayern sehr früh und teilweise mit vier Mann auf den Ballführenden. Der Plan ging auf. So gilt nun vor der Auslosung am Sonntag: Wenn es schon keine sportlichen Gegner mehr gibt, dann möge doch nun bitte einer für die Münchner Seele her. "Jetzt ein Derby gegen die Löwen", rief Thomas Müller.

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29.10.2015, 12:00 Uhr
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