Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Ulm

Nach Brandanschlag auf Moschee: Weitere Verdächtige in Haft

Knapp drei Wochen nach dem Brandanschlag auf eine türkische Moschee in Ulm hat die Polizei drei weitere verdächtige Kurden verhaftet.

06.04.2018

Von dpa/lsw

Handschellen liegen auf einem Tisch. Foto: Armin Weigel/Archiv dpa/lsw

Ulm. Insgesamt sitzen damit sieben Männer - sechs aus Syrien und einer aus der Türkei - in Untersuchungshaft, teilten die Staatsanwaltschaft Stuttgart sowie die Ulmer Polizei am Freitag mit. Alle sieben seien als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen.

Das Tatmotiv dürfte «in der türkischen Militäroffensive auf Afrin zu sehen sein», erklärte die Staatsanwaltschaft, die sich damit erstmal zum Motiv für den Anschlag äußerte. In der nordsyrischen Region Afrin geht die türkische Armee seit Januar gegen die Kurdenmiliz YPG vor.

Vier der sieben verhafteten Kurden im Alter zwischen 18 und 34 Jahren wird versuchter Mord und versuchte Brandstiftung vorgeworfen. Die drei anderen sollen sich wegen Beteiligung an diesen Straftaten verantworten. Diese Männer wurden am Donnerstag in ihren Wohnungen in Neu-Ulm und im Landkreis Dillingen (Bayern) festgenommen. Ihnen wird vorgehalten, an der Herstellung der Brandsätze beteiligt gewesen zu sein. Auch die vier anderen Männer wohnten in der Region Ulm.

Laut Polizei hatte in der Nacht zum 19. März eine Brandflasche ein Fenster im Erdgeschoss eines mehrstöckigen Hauses in der Ulmer Schillerstraße getroffen, in dem sich die Räume der türkischen Moschee befinden. Zur Tatzeit hielten sich demnach acht Menschen in dem Gebäude auf. Mehrere nicht genutzte Brandsätze waren am Tatort gefunden worden. Verletzt wurde niemand.

Zum Artikel

Erstellt:
6. April 2018, 13:31 Uhr
Aktualisiert:
6. April 2018, 13:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 6. April 2018, 13:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.
Das Tagblatt bei Whatsapp & Co.
Wir liefern die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region immer aktuell aufs Smartphone: per Whatsapp & Co.

Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp  mit einem entsprechenden Mobilgerät.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+      Google+