Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Stuttgart

NSU-Ausschuss: Keine FBI-Überwachung 2007 in Heilbronn

Das FBI hat nach eigener Darstellung keine Geheimdienstoperation am Tag der Ermordung der Polizistin Michèle Kiesewetter 2007 in Heilbronn durchgeführt.

26.02.2018

Von dpa/lsw

Stuttgart. Der Chef des NSU-Untersuchungsausschusses im Landtag, Wolfgang Drexler (SPD), teilte am Montag in Stuttgart mit, das gehe aus einem Schreiben des US-Justizministeriums hervor. Darin heiße es, dass die Bundespolizei FBI im Frühjahr 2007 keine Operationen in Deutschland und am 25. April 2007 keine Überwachungsmaßnahmen in Heilbronn gehabt habe.  

Es war spekuliert worden, Personen aus dem Umfeld der islamistischen Sauerlandgruppe hätten sich am 25. April 2007 in Heilbronn aufgehalten. Aus dem Grund seien, so wurde vermutet, auch Mitglieder eines US-Geheimdienstes in der Stadt gewesen. Kiesewetter und ihr Kollege seien bei einer Zünderübergabe dazwischengekommen, lautete eine Theorie. Dafür fand der NSU-Ausschuss in Stuttgart aber keine Belege. Die Bundesanwaltschaft geht davon aus, dass Kiesewetter von den Rechtsterroristen des «Nationalsozialistischen Untergrundes» (NSU) erschossen wurde, die für zehn Morde zwischen 2000 und 2007 in Deutschland verantwortlich sein sollen.

Das FBI hatte das Schreiben vom 15. Oktober 2012 mit der Erklärung an das Bundeskriminalamt gesandt. Der Ausschuss bekam eine Kopie, aber zunächst mit der Auflage, den Inhalt geheimzuhalten. Nun gibt es laut Drexler eine Erlaubnis des zuständigen Attachés bei der US-Botschaft in Berlin, den Inhalt auch öffentlich zu verwenden.

Zum Artikel

Erstellt:
26. Februar 2018, 17:23 Uhr
Aktualisiert:
26. Februar 2018, 17:20 Uhr
zuletzt aktualisiert: 26. Februar 2018, 17:20 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen?
Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung.
Das Tagblatt bei Whatsapp & Co.
Wir liefern die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region immer aktuell aufs Smartphone: per Whatsapp & Co.

Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp  mit einem entsprechenden Mobilgerät.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+      Google+