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Stuttgart

NSU-Ausschuss befragt Neonazi Tino Brandt

Mit einem brisanten Zeugen setzt der NSU-Untersuchungsausschuss heute seine Arbeit fort.

19.02.2018

Von dpa/lsw

Stuttgart. Das Landtagsgremium will den Neonazi Tino Brandt zu seinen Verbindungen zum NSU befragen. Dieser sitzt wegen Kindesmissbrauchs in Thüringen im Gefängnis. Brandt hatte in den 90er Jahren die Neonazi-Kameradschaft «Thüringer Heimatschutz» aufgebaut, in der sich auch das NSU-Trio Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe bewegte. Zugleich war er jahrelang V-Mann (Verbindungsmann) des Thüringer Verfassungsschutzes. V-Leute sind Menschen aus der Szene, die den Behörden meist gegen Bargeld Informationen aus ihrer extremistischen oder kriminellen Gruppe liefern.

Der Untersuchungsausschuss geht der Frage nach, welche Verbindungen des «Nationalsozialistischen Untergrundes» (NSU) zu Baden-Württemberg bestanden und ob es hier Unterstützer gab. Dem NSU werden von 2000 bis 2007 zehn Morde zugerechnet - an Kleinunternehmern ausländischer Herkunft und an der Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn.

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Erstellt:
19. Februar 2018, 06:48 Uhr
Aktualisiert:
19. Februar 2018, 01:20 Uhr
zuletzt aktualisiert: 19. Februar 2018, 01:20 Uhr

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