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Stuttgart

NS-Verbrecher "Dr. Tod" wohl seit 1992 tot - LKA prüft

Wie das "Heute Journal" des ZDF am Mittwochabend berichtete, soll der als "Dr. Tod" und "Schlächter von Mauthausen" bekannt gewordene NS-Verbrecher Aribert Heim bereits 1992 in Ägypten gestorben sein. Jahrzehntelang hatten Nazi-Jäger versucht, ihn zu finden. Nun will das baden-württembergische Landeskriminalamt die vom ZDF recherchierten Fakten überprüfen.

05.02.2009

Jahrzehntelang war Aribert Heim einer der meistgesuchten NS-Verbrecher. Seinen Namen "Dr. Tod" und "Schlächter von Mauthausen" erhielt er, weil er im "Dritten Reich" besonders brutal war. Er soll während des Zweiten Weltkrieges hunderte Gefangene im österreichischen KZ Mauthausen getötet haben.

Nach der NS-Zeit aus unerfindlichen Gründen entnazifiziert, waren ihm Nazi-Jäger seit Anfang der 60er Jahre auf der Spur. Heim tauchte unter, per Haftbefehl wurde nach ihm gesucht. Für Hinweise auf seinen Aufenthaltsort wurde sogar eine sechsstellige Belohnung ausgesetzt.

Wie jetzt zwei Journalisten vom ZDF und der New York Times herausgefunden haben, habe sich Heim in den 60er Jahren nach Kairo/Ägypten abgesetzt und sei in den 80er Jahren zum Isalm konvertiert. Sein Name: Tarek Farid Hussein. Jahrzehntelang habe er in einem Hotel gelebt. 1992 sei er an Darmkrebs gestorben. Zahlreiche Zeugen bestätigten die Recherchen der Journalisten, darunter auch der Sohn Heims.

In einer Aktentasche, die Heim gehört haben soll, fanden die Journalisten zahlreiche Dokumente: Die Kopie eines ägyptischen Passes, Anträge auf Aufenthaltsgenehmigungen, Kontoauszüge, persönliche Briefe und medizinische Unterlagen. Außerdem gebe es eine beglaubigte Zweitschrift der Sterbeurkunde Heims.

Die Zielfahnder des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg nehmen diese Informationen ernst, teilen sie mit. Eine amtliche Überprüfung der neuen Erkenntnisse sei aus zeitlichen Gründen noch nicht möglich gewesen.

Bereits 1965 und 1967 seien beim LKA Hinweise eingegangen, wonach der Gesuchte Ende der 1960er Jahre in Ägypten tätig gewesen sein soll. Durch die damals erfolgten Überprüfungen der ägyptischen Behörden konnte das jedoch nicht bestätigt werden.

Die Überprüfung der neu vorliegenden Erkenntnisse sei bereits in die Wege geleitet worden. Dabei werde es vorrangig darum gehen, in enger Zusammenarbeit mit den ägyptischen Behörden die sterblichen Überreste von Aribert Heim zu identifizieren.

Siehe auch:

Bei der Südwest Presse: Gesuchter KZ-Arzt Heim schon lange tot

Im ZDF: Meistgesuchter Nazi-Verbrecher tot

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05.02.2009, 12:00 Uhr
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