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NRW setzt sich vom achtjährigen Gymnasium ab

Eltern in Nordrhein-Westfalen setzen die Landespolitiker unter Druck. Das Turbo-Abitur soll über einen Volksentscheid gekippt werden.

20.08.2016
  • JOHANNES NITSCHMANN

Düsseldorf. Wegen zunehmender Kritik von Schülern und Eltern will die nordrhein-westfälische Landesregierung nicht mehr unumstößlich am Turbo-Abitur festhalten. NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) kündigte am Freitag in Düsseldorf an, sie werde bis zu den kommenden Herbstferien Vertreter aller relevanten gesellschaftlichen Gruppierungen und Landesparteien zu einem „runden Tisch“ einladen, um eine breite Übereinstimmung zur künftigen Schulzeit an den Gymnasien zu finden. In diese Konsensgespräche gehe sie ohne irgendwelche Vorfestlegungen. „Das wird keine Pseudo-Veranstaltung, sondern ein offener Diskurs auf Augenhöhe“, versicherte Löhrmann.

In der Vergangenheit hatte sich der „runde Tisch“ darauf verständigt, an der verkürzten achtjährigen (G 8) Schulzeit an Gymnasien festzuhalten und stattdessen durch ein umfangreiches Maßnahmen-Paket den Lernstress für die Schüler zu mindern. Zwischenzeitlich habe sich die Landeselternschaft von den getroffenen Beschlüssen jedoch abgewendet und ein Zurück zur neunjährigen Gymnasialschulzeit beschlossen, erklärte die Schulministerin. Deshalb befinde sich die Schulpolitik in NRW „wieder mal in einer Strukturdebatte statt Arbeit an Inhalten und Qualität in den Vordergrund zu stellen.“ Zwar habe sie Verständnis für „die Unruhe und Sorgen“. Allerdings warne sie vor „überhasteten Schnellschüssen“, sagte Löhrmann. Im Schuljahr 2016/2017 werde es auf jeden Fall beim bestehenden G 8 bleiben.

Im Vorfeld der NRW-Landtagswahl am 14. Mai kommenden Jahres sind Absetzbewegungen aller Parteien vom Turbo-Abitur unverkennbar. Eine Elterninitiative hat den Politikern im bevölkerungsreichsten Bundesland angedroht, die Rückkehr zum G 9 mit einem Volksentscheid zu erzwingen. Auch die NRW-FDP, die bisher zu den Verfechtern des Turbo-Abiturs gehörte, hat eine Kurskorrektur angekündigt. Über 70 Prozent der Parteibasis plädierte dafür, den Gymnasien freizustellen, ob sie ihre Schüler in acht oder neun Jahren zum Abitur führen wollen.

Löhrmann erklärte, eine Wahlfreiheit zwischen G 8 oder G 9 an jeder Schule sei wenig praktikabel und organisatorisch kaum realisierbar. Insbesondere kleinere Gymnasien würden beide Bildungsgänge parallel kaum anbieten können.

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20.08.2016, 06:00 Uhr
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