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Mythos der
Revolution
Vor zehn Jahren zog er sich aus der aktiven Politik zurück: Fidel Castro. Foto: dpa

Mythos der Revolution

Er ist – je nach Standpunkt – Lichtgestalt oder Reizfigur. Am Samstag wird Kubas Revolutionär und Ex-Staatschef Fidel Castro 90 Jahre alt.

11.08.2016
  • SANDRA WEISS

Havanna. Seit zehn Jahren spielt er nur noch die zweite Geige – eine für ihn ungewöhnliche Rolle. Doch bereist man dieser Tage Kuba, könnte man glauben, Fidel Castro sei noch immer an der Macht. Zu seinem 90. Geburtstag an diesem Samstag hat das Revolutionsmuseum eine Fotoausstellung organisiert, in der sich alles um die sozialistische Galionsfigur dreht. Staatsmedien überschlagen sich mit Hommagen, die Straßen sind gespickt mit Plakaten, die den Comandante lobpreisen. Fidel ist der lebende Mythos im Dienste einer Revolution, die sich nach einem halben Jahrhundert Mangelwirtschaft und ideologischem Grabenkampf an den Kapitalismus und den Erzfeind USA anbiedert, um zu überleben.

Fidel Castro, der aufgrund einer Erkrankung 2006 aus der aktiven Politik ausschied, misstraut der jungen Garde der Reformer und fürchtet um sein Lebenswerk, das er einst mit viel Enthusiasmus begonnen hatte. Stets kämpfte er an vorderster Front, so wie am 1. Januar 1959, als die bärtigen Revolutionäre triumphierend in Havanna einzogen, nachdem der Diktator Fulgencio Batista kurz zuvor geflüchtet war.

Lange, manche sagen zu lange, hatte der Comandante, der sich weiterhin großer Beliebtheit erfreut, das Sagen. Geboren wurde er am 13. August 1926 als unehelicher Sohn eines aus Spanien eingewanderten Gutsherren. Bei den Jesuitenpatern galt er als ehrgeiziger, intelligenter, aber auch jähzorniger Schüler. In den 40er Jahren organisierte der Jurastudent Proteste gegen Batista. Zweimal scheiterten Castros Umsturzversuche. Als er die Macht übernahm, verwirklichte er seine sozialistischen Vorstellungen. Seither gibt es kostenlose Ausbildung und Gesundheitsfürsorge – davon können andere Latinos nur träumen. Erkauft wurde der soziale Fortschritt mit politischer Versteinerung: Kritiker und Konkurrenten duldete Castro nie.

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11.08.2016, 06:00 Uhr
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