Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Fall Chemnitz

Kommentar: Mut und Angst

Nun gibt es also ein Urteil. Vor einem Jahr wurde in Chemnitz ein 35-jähriger Deutscher durch Messerstiche getötet.

23.08.2019

Von André Bochow

Berlin. Das Landgericht Chemnitz hat den Syrer Alaa S. der Tat für schuldig befunden und verurteilt. Juristisch ist der Fall nicht abgeschlossen. Der Verurteilte wird das Urteil überprüfen lassen. Das ist sein Recht, auch wenn das nicht alle so sehen.

Jenen, die den Tod eines Menschen für nationalistische und rassistische Hetze missbrauchen, wird das Urteil zu milde sein. Aber um das Recht geht es ihnen ohnehin nicht. Wer denkt, dass das eigene Volk in irgendeiner Weise mehr wert ist als andere Völker, dem ist auch die Gleichheit vor dem Gesetz egal.

Aber die Nationalisten und Verächter des Rechtsstaates sind in der Minderheit, auch in Chemnitz. In der aufgewühlten Stadt hat die Zivilgesellschaft immer wieder gezeigt, dass sie sich nicht das Leben von rechten Hooligans und Nazis zerstören lassen will. Dass das Bekenntnis zu Demokratie und Humanität in Deutschland tatsächlich Mut erfordert, ist besorgniserregend. Dass es immer wieder erneuert wird, ist dagegen großartig.

Zum Artikel

Erstellt:
23. August 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
23. August 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 23. August 2019, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.
Aus diesem Ressort
Das Tagblatt bei Whatsapp & Co.
Wir liefern die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region immer aktuell aufs Smartphone: per Whatsapp & Co.

Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp  mit einem entsprechenden Mobilgerät.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+