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Islamischer Religionsunterricht an den Schulen kommt nur langsam voran

„Muslimisch“ wird nicht erhoben

Der Weg zum flächendeckenden islamischen Religionsunterricht an den Schulen ist noch lang. Die FDP fordert mehr Studienplätze in Tübingen.

30.08.2016
  • BETTINA WIESELMANN

Stuttgart. Im Südwesten soll flächendeckend ein islamischer Religionsunterricht von Lehrern angeboten werden, die hierzulande studiert haben. Dieses Ziel ist jedoch in weite Ferne gerückt. Das belegt die Stellungnahme des Kultusministeriums zu einem Antrag des FDP-Abgeordneten Timm Kern.

Nur eine Person hat den zu Jahresbeginn eingeführten gymnasialen Vorbereitungsdienst (Referendariat) für das Fach Islamische Religionslehre angetreten. Am Zentrum für Islamische Theologie der Universität Tübingen sind zehn Personen im Hauptfach eingeschrieben. Zur Verfügung stehen einmal im Jahr nur 20 BA-Plätze. Zudem gibt es 34 Studierende im auslaufenden Staatsexamensstudiengang sowie weitere sieben im Erweiterungsfach. Der Master-Studiengang wird erst 2017/18 beginnen.

Über Mangel an Bewerbern kann die Uni nicht klagen, für das Wintersemester zeigten 77 für die 20 Plätze Interesse. Kern sieht die Landesregierung am Zug. Er forderte gestern, die Zahl der Studienplätze in Tübingen dem Bedarf anzupassen.

Ohne Zulassungsbeschränkung kann das Fach Islamische Theologie/Religionspädagogik, das seit 2015/16 als reguläres Fach für die Lehramtsstudiengänge Grundschule und Sekundarstufe I eingerichtet worden ist, an den Pädagogischen Hochschulen (PH) Freiburg, Karlsruhe, Ludwigsburg und Weingarten studiert werden.

Als „besonders ärgerlich“ bezeichnete es Kern, dass der Bedarf an islamischen Religionslehrern nicht erhoben werde und somit eine Basis für eine seriöse Personalplanung fehle. Jungen Menschen fehlten damit entscheidende Informationen, ob für sie ein Studium der islamischen Theologie in Frage käme.

In der Antwort an Kern heißt es, dass „das Merkmal ,muslimisch' bei Schülern statistisch gar nicht erhoben wird.“ Entsprechend unmöglich sei es, „den potenziellen Bedarf“ an Lehrern zu ermitteln. Bisher meldeten Schulen im Rahmen des Modellprojekts ihren Wunsch an. Diese Nachfrage freilich „übersteigt bei weitem die vorhandenen Bewerberzahlen.“ Im Interview mit der „Ludwigsburger Kreiszeitung“ hatte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) am Samstag festgestellt: „Wir erreichen derzeit etwa zwei Prozent aller Kinder islamischen Glaubens.“

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30.08.2016, 06:00 Uhr
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