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Stuttgart

Musikfest startet mit Monteverdi

Karge Gregorianik, prachtvolle Chöre, expressiver Sologesang: Monteverdis „Marienvesper“ ist ein Füllhorn unterschiedlicher musikalischer Formen. Sie eignete sich deshalb trefflich für die Eröffnung des Musikfestes Stuttgart, das unter dem Motto „Reichtum“ steht. Und sie bot dem Leiter der Internationalen Bachakademie Hans-Christoph Rademann ein vielseitiges Terrain, um erstmals die Gächinger Kantorei im Beethovensaal der Liederhalle vorzustellen.

05.09.2016
  • Verena Grosskreutz

Stuttgart. Es zeigte sich, dass der Chor und das auf historischem Instrumentarium spielende Orchester schon sehr gut miteinander harmonieren. Rademann stürzte sich mit weicher, aber fordernder Gestik hinein in diesen manchmal irritierend modern wirkenden Klangkosmos, der viel Meditatives zu bieten hat. Manchmal schien die Zeit ein wenig zu still zu stehen, wenn sich Rademann dann doch mehr um die Klangfarben kümmerte als um Textverständlichkeit und Fluss.

Großartig etwa das „Sancta Maria“, als die Soprane einzelne Phrasen in das Wechselspiel der Instrumentalisten setzten, die swingenden Violinen gemeinsam mit den Zinken und Posaunen ein luzides Klangnetz sponnen, sich die Bälle unendlich leicht zuwarfen. Überhaupt die Frauenstimmen: Sopran Dorothee Mields sang ihre Soli mit instrumentalen Farben und vibratoarm, dennoch von herzergreifender Intensität. Wunderbar auch ihre Duette mit der blinden Sopranistin Gerlinde Sämann.

Das große Defizit des Abends war der Aufführungsort. Monteverdis „Marienvesper“ gehört in eine Kirche. Im Idealfall setzen Kirchenräume durch wohl dosierten Hall den Klängen noch einmal die Krone auf. Das fehlte im Beethovensaal der Liederhalle. Was ein klangliches Vakuum zur Folge hatte, das so manche kräftig angegangene Steigerung merkwürdig klein enden ließ – vor allem, was den großen Schlusschor angeht, dessen Energie im Konzertsaal gnadenlos früh verpuffte. V

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05.09.2016, 06:00 Uhr
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