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Museum in Louis de Funès' Schloss vor dem Aus
So liebten ihn die Filmfans: Louis de Funès als Gendarm von St. Tropez. Foto: dpa
Nantes

Museum in Louis de Funès' Schloss vor dem Aus

Das Louis-de-Funès-Museum ist in Gefahr. Seine Räume wurden ihm gekündigt. Es fehlt das Geld, um sie zu kaufen und weiterzubetreiben.

13.08.2016
  • KNA

Nantes. Seine Hampelei begeisterte Millionen. Andere waren genervt von dem kleinen Mann mit den wilden Gesten und weit aufgerissenen Augen, der stets sein entsetztes „Neiin!!!“ schrie und mit den Armen rudernd quer durch den Raum pflügte. Die Paraderollen von Louis de Funès (1914–1983) waren Cruchot, der cholerische Gendarm von Saint-Tropez, buckelnd-tretende Unternehmer – und ein antisemitischer Rabbiner wider Willen. Ein Museum erinnert an ihn, jetzt aber ist es in Gefahr.

Jahrelang hatte de Funès sich und seine Familie mehr schlecht als recht durchgebracht. Erst Mitte der 60er Jahre kamen der Durchbruch – und Geld. Mit den Einnahmen der Weltkriegskomödie „La Grande vadrouille“ (deutsch „Die große Sause“; „Drei Bruchpiloten in Paris“) kaufte de Funès im Januar 1967 den Stammsitz der Familie seiner Ehefrau, einer geborenen de Maupassant, in Le Cellier an der Loire zurück.

Seine Ehefrau Jeanne (1914–2015), eine Großnichte des Dichters Guy de Maupassant, verkaufte das 1642 erbaute Schloss drei Jahre nach dem Tod von Louis (1983) wieder. Seit 1986 haben die Besitzer mehrfach gewechselt. 2005 schließlich machte eine Immobiliengesellschaft 40 Wohnungen aus dem Prachtbau im Louis-XIII-Stil. Und im April 2014 wurde die leerstehende Orangerie an das einige Monate zuvor gegründete Louis-de-Funès-Museum vermietet. Das war bis dahin in einer früheren Zahnarztpraxis im Dorf untergebracht.

Mehr als 55?000 Besucher zählte das Museum seit 2014. Ein Publikumserfolg, der den anderen Schlossbewohnern lästig fällt. Ständig Busse und Tumult auf dem schicken 50-Hektar-Anwesen für Besserverdiener.

Zum 30. März läuft der auf drei Jahre befristete Mietvertrag aus. Und er wird nicht verlängert. Zwar hat der Trägerverein eine Kaufoption für die Immobilie; aber dafür fehlen bei weitem die Mittel. Dessen Leiterin Roselyne Duringer hat über change.org und auf der Museumsseite eine Petition an das Departement Loire-Atlantique geschaltet und ein Online-Spendenkonto eingerichtet.

Die Petition zum Erhalt des Museums hat die Marke von 20?000 Unterzeichnern überschritten. Wichtiger wäre freilich, auf den Spenden-Button zu klicken. Der Besitzer der Immobilie, die Schweizer SARL Braveheart, bietet Orangerie und Park für mehr als 900?000 Euro an. Allein für einen Bankkredit muss die Stiftung nach Worten Duringers ein Drittel davon vorweisen können. Zuletzt waren es erst 20 000 Euro.

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13.08.2016, 06:00 Uhr
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