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Deutsche Bahn

München und Berlin rücken enger zusammen

Der ICE-Sprinter braucht für die Strecke von Dezember an statt sechs nur noch knapp vier Stunden.

12.09.2017
  • DPA

Erfurt/Berlin. Mit der Inbetriebnahme der neuen Schnellbahnstrecke zwischen Berlin und München wachsen die beiden Großstädte ein Stück weit zusammen: Der ICE-Sprinter schafft die 623 Kilometer lange Strecke in knapp vier Stunden; bislang sind es sechs Stunden. Werktags gibt es dann ab München drei Verbindungen: 5.56, 11.56 und 17.56 Uhr; ab Berlin ebenfalls drei: 6.03, 12.05 und 18.05 Uhr.

Nach seinem Start in der bayerischen Landeshauptstadt hält der Zug in Nürnberg, Erfurt, Halle und Berlin-Südkreuz, bevor er den Berliner Hauptbahnhof erreicht. Für Eckart Fricke, den Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn AG in der Region Südost, ist das ein „gewaltiger Mobilitätssprung auf der Schiene.“ Mit erwarteten 3,6 Millionen Passagieren pro Jahr sollen sich die Fahrgastzahlen auf der Strecke Berlin-München in Zukunft verdoppeln. Zusätzlich zum Sprinter wird nahezu stündlich ein ICE zwischen den beiden Städten verkehren, der nach Angaben der Bahn in der Regel rund viereinhalb Stunden braucht.

Karl-Peter Naumann vom Fahrgastverband Pro Bahn sieht den Sprinter als „gutes Zusatzangebot“: „Das ist eine zeitlich optimale Verbindung für Leute, die von Berlin nach Nürnberg und München wollen oder umgekehrt.“ Gleichzeitig betont er, dass es für ICE zwischen München und Berlin gute Anschlüsse mit kurzen Wartezeiten an den Haltestellen in Bayern, Thüringen und Sachsen geben müsse.

„Gerade die Verbindungen in die Region sind zum Teil noch deutlich verbesserungswürdig.“ So müssten Reisende, die von Norden kommen, derzeit eine halbe Stunde in Nürnberg warten, um nach Regensburg weiterfahren zu können.

Während für den neuen ICE-Sprinter zwischen Berlin und München bereits konkrete Streckenverläufe samt Haltepunkten sowie Abfahrts- und Ankunftszeiten feststehen, will die Bahn zu den Verbindungen von und ab Stuttgart derzeit noch keine Einzelheiten bekanntgeben.

Mitte Oktober werde der neue Fahrplan offiziell vorgestellt, erklärte Bahnsprecher Michael Greschniok auf Anfrage der SÜDWEST PRESSE. Vorher wolle er zu den Optionen für Bahnreisende mit der Landeshauptstadt als Start, Zwischenstopp oder Ziel keine Aussagen treffen.

Erfurt deutlich aufgewertet

Fest steht dagegen: Mit dem neuen Fahrplan, der am 10. Dezember in Kraft tritt, wird Erfurt deutlich aufgewertet. Rund 80 Fernverkehrszüge werden dann Tag für Tag in der thüringischen Landeshauptstadt halten; unter anderen soll es neue Direktverbindungen nach Hamburg, Rostock und Stuttgart geben.

Die Schnellbahnstrecke Berlin-München ist Teil des „Verkehrsprojekts Deutsche Einheit“. Zuletzt war der Abschnitt zwischen Erfurt und Ebensfeld bei Bamberg fertiggestellt worden. Die Trasse mitten durch den Thüringer Wald galt als eine ingenieurtechnische Herausforderung; sie führt fast zur Hälfte durch Tunnel oder über Talbrücken, 29 Brücken und 22 Tunnel mussten gebaut werden. Der Abschnitt schließt die letzte bestehende Lücke in der schnellen Verbindung zwischen Bundes- und bayerischer Landeshauptstadt. Insgesamt wurden rund 10 Mrd. EUR investiert. agr/dpa

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12.09.2017, 06:00 Uhr
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