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Kommentar zu Werbung mit Skandalfaktor

Müdes Kopfschütteln

01.03.2017

Von Caroline Strang

Eigentlich sind wir Deutschen ja ziemlich verklemmt. Deshalb ist es gewagt, wenn ein Hersteller von Säften eindeutig zweideutig mit Begriffen aus dem sexuellen Bereich wirbt. Es gab durchaus negative Reaktionen auf die großen Plakate, aber der große Aufschrei blieb doch aus. Allerdings: Ob Begriffe wie „Samenstau“ Lust auf das Getränk machen, ist eine ganz andere Frage. Und ob solche Werbung kreativ oder manchmal schon dämlich ist, liegt im Auge des Betrachters.

Werbung hat schon immer die Geister gespalten. Klar ist: Ein bisschen Skandal hat selten geschadet. Er bringt Aufmerksamkeit und die ist schließlich Zweck jeglicher Werbung. Aber es gibt Grenzen. Wie zum Beispiel bei den Produktnamen von Naketano. Es ist schlicht sinnlos, normalen Pullovern Namen wie „Bück dich Bruder“ oder „Rumvögelchen“ zu geben. Solche schlecht versteckten Geschlechterklischees braucht nun wirklich kein Mensch. Darum werden sie von den Läden, die die Kleidung verkaufen, auch einfach verschwiegen.

So skandalös und irritierend die Aktionen von Benetton in den 90er Jahren waren – ein ölverschmierter Vogel schreckte auf und vermittelte eine harte Botschaft. Samenstau und Monsterbumsi allerdings ernten bei den meisten Menschen eher ein müdes Kopfschütteln. Und das Bedürfnis zu rufen: Denkt euch etwas Spannenderes aus!

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Erstellt:
1. März 2017, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
1. März 2017, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 1. März 2017, 06:00 Uhr

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