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Noch mehr Luftangriffe

Moskau verstärkt umstrittenen Einsatz in Syrien

Russlands Luftschläge in Syrien führen in eine Katastrophe, befürchtet US-Präsident Obama. Dem widerspricht Moskau vehement. Es will seine Luftangriffe auf IS-Milizen und gemäßigte Rebellen noch verstärken.

05.10.2015
  • DPA/AFP

Damaskus Russland will seine umstrittenen Luftangriffe in Syrien verstärken. Die Kampfjets würden strategisch wichtige Ziele von Terrorgruppen "noch intensiver" bombardieren, sagte Generaloberst Andrej Kartapolow in Moskau. Russland attackiert seit Mittwoch Ziele in Syrien, um die Truppen von Präsident Baschar al-Assad zu entlasten. Nach westlichen Angaben sollen dabei aber auch gemäßigte Rebellen getroffen worden sein. Nach Angaben von Aktivisten wurden bei den russischen Luftschlägen innerhalb von vier Tagen 39 Zivilisten getötet. Die syrischen Behörden nahmen derweil einen Oppositionsführer fest, nachdem er die russischen Militärangriffe kritisiert hatte. Munser Chaddam, Sprecher des Nationalen Koordinierungsausschusses für demokratischen Wandel, sei von Sicherheitskräften an einen unbekannten Ort gebracht worden.

In den vergangenen Tagen sind nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums etwa 60 Angriffe auf rund 50 Stellungen geflogen worden. Rund 600 Kämpfer hätten die Terrormiliz Islamischer Staat "aus Furcht vor Angriffen" verlassen.

Obama erklärte, Russland schwäche die gegen das Regime von Assad kämpfende, gemäßigte Opposition. "Die russische Politik treibt (die Rebellen) in den Untergrund oder erzeugt eine Situation, in der sie geschwächt werden, und es stärkt (den) IS nur." Laut Obama ist der russisch-iranische Ansatz zur Lösung des Bürgerkriegs zum Scheitern verurteilt. "Aus ihrer Perspektive sind (die Rebellen und die Kämpfer der IS-Terrormiliz) alle Terroristen, und das ist ein Rezept für eine Katastrophe. Teil des Problems sei Assad, den Obama einen "brutalen, skrupellosen Diktator" nannte.

Auch der britische Premierminister David Cameron kritisierte das Vorgehen Moskaus. "Es ist völlig klar, dass Russland nicht zwischen dem Islamischen Staat und rechtmäßigen syrischen Oppositionsgruppen unterscheidet. Damit unterstützen sie den Schlächter Assad, helfen ihm und machen die Sache nur noch schlimmer", sagte Cameron.

Der russische Regierungschef Dmitri Medwedew wies die Kritik zurück. Mit den Attacken wolle Moskau auch Islamisten von seinem Staatsgebiet fernhalten, sagte er in einem Interview. "Wir schützen das Volk Russlands vor Terror - weil es besser ist, dies im Ausland statt auf eigenem Territorium zu tun", meinte Medwedew.

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05.10.2015, 12:00 Uhr
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