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Neue „Tatort“-Saison mit 1000. Folge – Themen mitten aus dem Leben

Morde, Killer, Schlepper

Die 1000. Folge, auffällige Aktualität und ein Schauspieler-Experiment: Die neue „Tatort“-Saison beginnt am Sonntag und sie hat es in sich.

20.08.2016
  • CORNELIA WYSTRICHOWSKI

Berlin. Das Warten hat ein Ende, der „Tatort“ ist zurück: Nach zehn Wochen Sommerpause, in der es wegen Fußball-EM und Olympia nur Wiederholungen gab, startet Deutschlands älteste und beliebteste Krimireihe am Sonntag endlich in die neue Saison. Sie beginnt mit der Kölner Folge „Durchgedreht“, in der die Kommissare Ballauf und Schenk (Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär) den Doppelmord an einer Mutter und ihrem Sohn aufklären müssen.

Was der sehr emotionale, aber recht konventionelle Auftaktfall mit den beiden alten Kämpen aus Köln kaum ahnen lässt: Es wird eine Saison voller Highlights, mit Experimentierlust und aktuellen Themen.

Schon der Stuttgart-Krimi „Tatort: HAL“ (28. August) um den Mord an einer Studentin, die an der Entwicklung intelligenter Software beteiligt war, wird das Publikum polarisieren. Sein Regisseur Niki Stein lehnt sich an den Science-Fiction-Klassiker „2001: Odyssee im Weltraum“ an, der Titel ist natürlich eine Anspielung auf den unheimlichen Bordcomputer „HAL“, der in Kubricks Kinoklassiker Amok läuft.

Nach zwei Sonntagskrimis aus der Schweiz und Österreich folgt am 25. September das Wiedersehen mit den Publikumslieblingen Thiel und Boerne (Axel Prahl und Jan Josef Liefers). Der „Tatort“ aus Münster ist der beliebteste von allen, „Schwanensee“ (13,69 Millionen) war 2015 sogar die meistgesehene TV-Sendung des Jahres. Im neuen Fall will ein Neider den schnöseligen Professor töten, Kommissar Thiel muss Boerne retten. Auch in Ulrich Tukurs neuem Auftritt als Kommissar Felix Murot („Es lebe der Tod“, 20. November) gerät der Ermittler ins Visier eines Killers.

Voraussichtlich im November läuft die 1000. Folge von Deutschlands Krimiklassiker Nummer eins. Zum Jubiläum ermitteln Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) aus Hannover und Klaus Borowski (Axel Milberg) aus Kiel gemeinsam. Die Folge spielt größtenteils in einem fahrenden Taxi und heißt „Taxi nach Leipzig“ – wie der legendäre erste „Tatort“ anno 1970.

Das Wechselkarussell dreht sich in dieser Saison – so viel bisher bekannt ist – eher langsam. Stefan Konarske alias Kommissar Daniel Kossik wird 2017 aus den Dortmunder Folgen ausscheiden. Im Dezember läuft der letzte Bodensee-„Tatort“ mit dem Ermittlerduo Blum und Perlmann (Eva Mattes und Sebastian Bezzel), als Ersatz ermittelt von 2017 an im Schwarzwald ein neues Team, zu dem auch Harald Schmidt gehört.

Zu den weiteren Höhepunkten zählt neben dem nächsten Berliner Tatort im Dezember, in dem endlich das Geheimnis um das Vorleben von Kommissar Karow (Mark Waschke) gelüftet wird, die für Februar geplante Ludwigshafener Folge „Babbeldasch“: Der Regisseur Axel Ranisch verzichtet auf ein genaues Drehbuch. An der Seite von Ulrike Folkerts alias Lena Odenthal stehen Laiendarsteller eines Amateurtheaters vor der Kamera. Ein Experiment; so ein frischer Wind kann dem eingerosteten Pfalz-„Tatort“ aber auf jeden Fall nicht schaden.

Auffällig ist, wie intensiv sich die Krimimacher mit aktuellen Themen befassen. Im Wiener Tatort „Die Kunst des Krieges“ (4. September) geht es um Flüchtlinge, Schlepper und osteuropäische Sexsklavinnen. Die digitale Welt steht gleich in mehreren Krimis auf der Agenda – gerade in Arbeit ist eine Folge, in der Borowski im Darknet ermittelt, jenen unheimlichen Gefilden des Internets, in denen der Amokläufer von München seine Waffe erworben hatte.

In Bamberg und Nürnberg wird derzeit der dritte Franken-„Tatort“ gedreht, in dem es um einen Anschlag auf ein Flüchtlingsheim geht, und in einer der kommenden Kölner Episoden formiert sich eine Bürgerwehr. Fazit: Der „Tatort“ macht seinem Ruf als Spiegel der gesellschaftlichen Befindlichkeiten im deutschen und deutschsprachigen Raum auch nach bald 1000 Folgen noch alle Ehre.

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20.08.2016, 06:00 Uhr
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