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Kommentar · Apotheken

Moderne Lösungen gefragt

Es bleibt dabei: Ein Arzneimittel-Automat darf in Deutschland nicht betrieben werden. Vorerst zumindest. Denn der Rechtsstreit geht weiter.

16.02.2018

Von HAJO ZENKER

Die holländische DocMorris-Kette, die zum in der Schweiz beheimateten größten europäischen Arzneimittelversender Zur Rose gehört, hat einen langen Atem. Gleichzeitig aber will die geplante neue GroKo das Rad beim Versand von rezeptpflichtigen Medikamenten zurückdrehen. Der soll, gerade in Schwung gekommen, laut Koalitionsvertrag schon wieder verboten werden. Eine schlechte Idee.

Wie soll man das älteren Patienten auf dem Land vermitteln? Wo doch Ziel sein sollte, sie bequem mit den nötigen Arzneien zu versorgen – per Post oder am Automaten. Stattdessen zwingt man sie, lange Wege zurückzulegen. Und das bei häufig schlechten Bus- und Bahnanbindungen. Nein, es macht keinen Sinn, alte Zeiten zu konservieren. Die Digitalisierung bricht sich auch im deutschen Gesundheitswesen Bahn, das elektronische Rezept steht vor der Einführung. Die Weiterleitung an eine Versandapotheke ist ohnehin nur noch einen Mausklick weit entfernt.

Die Politik sorgt sich deshalb um die Zukunft der Apotheken. Zu Recht. Doch gibt es durchaus Möglichkeiten, sie in angemessener Zahl in der Region zu halten, wo sie häufig ja tatsächlich der letzte verbliebene Ansprechpartner aus der Gesundheitsbranche sind. Man muss die Pharmazeuten einfach nur mehr machen lassen. Und ihnen etwa Zusatzgeschäfte ermöglichen. So dürfen in der Schweiz Apotheker Impfungen durchführen – für Patienten wie Pharmazeuten ist das ein Gewinn. Moderne Lösungen sind also möglich. Man muss sie nur wollen.

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Erstellt:
16. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
16. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 16. Februar 2018, 06:00 Uhr

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