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Rechtsstreit um "Puffauto"

Mitarbeiter klagt gegen Kündigung

Für seinen Arbeitgeber lieferte er jahrelang Kaffee aus. Als er den neuen Firmenwagen mit der sexistischen Werbung sah, weigerte sich der Mitarbeiter ihn zu fahren und flog raus. Zu Recht, urteilt jetzt ein Gericht.

15.10.2015
  • ELKE SILBERER, DPA

Mönchengladbach Einem Beschäftigten eines Kaffeevertriebs, der kein Firmenfahrzeug mit sexistischer Werbung fahren wollte, ist zu Recht gekündigt worden. Das hat das Arbeitsgericht Mönchengladbach gestern entschieden, vor dem der Mann gegen seine Kündigung geklagt hatte.

Auf der Tür des neuen Firmenwagens, das dem Mann im Juni dieses Jahres zugeteilt worden war, waren nackte, aus Kaffeebohnen herausragende Frauenbeine mit halb ausgezogenen roten Pumps zu sehen. Der Mann hatte sich geweigert, mit dem Wagen zu fahren. Er sah sich wegen seiner Homosexualität diskriminiert, da außer ihm kein anderer Mitarbeiter des Kaffeevertriebs mit einer solchen Werbung fahren musste. Seine Firma kündigte ihm daraufhin fristlos.

Der Arbeitgeber habe grundsätzlich die Möglichkeit, einem Arbeitnehmer ein nach seinen Vorstellungen gestaltetes Fahrzeug zuzuweisen, stellte das Gericht fest. Die fristlose Kündigung ohne vorherige Abmahnung sei aber unverhältnismäßig. Nur die ordentliche Kündigung zum Jahresende sei wirksam.

Diese hatte das Unternehmen für den Fall der Ungültigkeit der fristlosen Kündigung gleich mit ausgesprochen. Eine Diskriminierung wegen der Homosexualität sahen die Richter nicht.

"Mit so einem Puffauto fahre ich nicht", hatte der 49-Jährige nach Angaben der Richterin im Streit mit dem Geschäftsführer gesagt, als das Fahrzeug nach dem Bild auf der Seitentür auch noch rote Radkappen bekam. Er sah sich als Homosexueller diskriminiert. "Ich habe kein Problem mit seiner Homosexualität", sagte dagegen der Geschäftsführer des Unternehmens. Das Fahrzeug habe bei den Lieferfahrten in Köln und Düsseldorf lediglich auffallen sollen.

Mitarbeiter klagt gegen Kündigung
Dieses Auto wollte der Kläger nicht fahren. Foto: dpa

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15.10.2015, 12:00 Uhr
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