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Tübingen

Mit laufendem Motor auf dem Gehweg: OB schreitet ein

Nach dem Streit mit einem Studenten ist Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) wieder als Ordnungshüter in seiner Stadt aufgetreten.

07.12.2018

Von dpa/lsw

Boris Palmer (Die Grünen) spricht während einem Interview. Foto: Sebastian Gollnow/Archiv dpa/lsw

Tübingen. Unter der Überschrift «Hilfssheriff im Einsatz» berichtete Palmer am Freitag auf Facebook von einem Vorfall am Donnerstagabend. Palmer störte sich demnach auf dem Nachhauseweg vom Gemeinderat an einem Auto, das mit laufendem Motor auf dem Gehweg stand. Als zwei junge Männer von einem Bankautomaten zu dem Wagen zurückkehrten, habe er sie freundlich darauf hingewiesen, dass sie künftig den Motor ausmachen sollen. Die Männer hätten aber keine Einsicht gezeigt, Palmer kritisierte deren höhnisches Gelächter.

Der Oberbürgermeister kündigte eine Anzeige an. «Ist mir völlig egal, ob das jemand spießig findet», schrieb er. «So geht es einfach nicht. Wer gegen etwas verstößt und dann wenigstens ein «Soll nicht wieder vorkommen» über die Lippen bekommt, erhält von mir ein «Danke» und ein «Schönen Abend». Aber derartige Renitenz kann nur mit Bußgeld beantwortet werden.»

Erst Mitte November war Palmer in der Tübinger Innenstadt mit einem Studenten aneinandergeraten. Dem Oberbürgermeister zufolge habe der Mann ihn beschimpft und sich zudem laut und aggressiv verhalten. Daraufhin habe er wegen Störung der Nachtruhe dessen Personalien aufnehmen wollen. Der 33-jährige Student gab an, dass Palmer ihm und seiner Begleiterin nachgelaufen sei und sie bedrängt habe. Die Begleiterin des Studenten zeigte Palmer daraufhin wegen Nötigung an.

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Erstellt:
7. Dezember 2018, 14:00 Uhr
Aktualisiert:
7. Dezember 2018, 13:50 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. Dezember 2018, 13:50 Uhr

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cehage 07.12.201814:53 Uhr

Ich geb zu, im ersten Moment war ich hin und hergerissen. - Menschen müssen und sollen sich einerseits gegenseitig aushalten, aber mit seiner Intuition hat er grundsätzlich gesehen nicht Unrecht.

Wir kennen wahrscheinlich alle Situationen, in der wir uns schon über die Rücksichtslosigkeit, Dummheit und Zumutungen durch andere geärgert haben, die uns zu etwas zwingen, sozusagen vergewaltigen. Sei es das parkende Auto auf dem Radweg, oder in der Feuergasse, wo es im Notfall Leben bedroht, aufheulen lassen von Motoren, minutenlangem warmlaufen und stinkende Abgasnebel, Kaugummis und Kippen auf der Straße und unter Schuhsohlen, bis zu Vandalismus und entführten Weihnachtsbäumen.

Er könnte es sich genauso leicht und bequem machen, wie viele andere, aber er tut es nicht und das kann ich gut respektieren. Zumal er das, so ist zumindest mein Eindruck, durchaus wohlmeinend und nicht etwa aus Verbitterung oder gar Menschenfeindlichkeit tut.

RommelHasserin antwortete am 07.12.201816:12 Uhr

So kann ein einzelner,
obwohl er allein steht, siegen,
und schließlich wird er auch über die allgemeine Unwissenheit,
den Sieg davontragen und triumphieren;
denn in der Tat,
alle Blinden wiegen nicht einen einzigen Sehenden auf,
und alle Narren können vereint,
nicht einen einzigen Weisen überwinden.

Giordano Bruno 1548 - 02/1600 (Scheiterhaufen)

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