Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
„Ein sehr spezieller Geist“

Mit der britischen Superband Muse feiert „Rock am See“ die 30. Ausgabe

Bereits zum 30. Mal findet am Samstag „Rock am See“ in Konstanz statt. Veranstalter Dieter Bös blickt im Gespräch auch auf 30 Jahre Rockgeschichte zurück.

17.08.2016
  • UDO EBERL

Konstanz. Fand das erste „Rock am See“ in Konstanz bereits im Bodenseestadion statt?

DIETER BÖS: Ja. Das war 1985. Da war im Stadion noch eine Aschenbahn, Headliner war Herbert Grönemeyer, und außerdem traten unter anderem Nina Hagen und die Rodgau Monotones auf. Der damalige Chef vom Sportamt hat uns jungen Veranstaltern eine Chance gegeben, und es kamen zur Premiere 17 500 Besucher. Im Folgejahr hatten wir dann BAP auf der Bühne, im Jahr darauf Santana und Gary Moore.

Das Festival war also sehr schnell etabliert.

BÖS: Erst kamen die Besucher aus Baden-Württemberg, über die Jahre waren dann immer mehr Schweizer und Rockfans aus ganz Europa im Stadion. Für unser Jubiläumsfestival in diesem Jahr haben wir auch Tickets nach Japan und in die USA verschickt. „Rock am See“ spielt eben in einer ganz eigenen Liga, findet in einer der schönsten Gegenden Deutschlands statt und ist mit maximal 25 000 Besuchern auch relativ familiär.

Ist das auch ein Argument für Bands, nach Konstanz zu kommen?

BÖS: Hier gibt es auch hinter der Bühne tolle Begegnungen, und es wird gemeinsam gefeiert. Wir sorgen dafür, dass die Künstler nicht voneinander abgeschottet sind, und für uns ist die erste Band am Nachmittag als Baustein für ein gelungenes Festival genauso wichtig wie der Headliner. The Cure wollten zum Beispiel noch unbedingt ein zweites Mal bei uns spielen, und Muse konnten sich auch noch gut an Konstanz erinnern. Sie haben bereits im Jahr 2000 hier gespielt. Die Musiker wissen und fühlen, dass hier ein sehr spezieller Geist herrscht.

Was waren denn Ihre ganz speziellen Höhepunkte in 30 Jahren?

BÖS: Für mich war es schon riesig, dass ich für „Rock am See“ Bands und Künstler verpflichten konnte, die ich als kleiner Pimpf noch vor der Bühne bewundert hatte. Aber wir hatten hier wirklich unvergessliche Momente. Da trafen zum Beispiel Die Toten Hosen auf The Cure, und nachmittags trat Björk mit ihren Sugarcubes auf. Es war auch großartig, so herausragende Künstler wie Leonard Cohen oder Dave Stewart von den Eurythmics begrüßen zu dürfen. Ganz besonders war auch das Konzert von Metallica. Die hatten im Backstage-Bereich eine komplette Anlage aufgebaut und spielten sich eine Stunde lang warm. So ein Exklusiv-Konzert bekommt man nur selten geboten.

Die Erinnerungen an Metallica dürften ja dennoch etwas zwiespältig sein.

BÖS: Ein großartiges Konzert mit einem Auftakt, der wirklich Nerven gekostet hat. Beim Intro zum Konzert brach wegen eines Materialfehlers ein Absperrgitter auf und die euphorischen Fans drückten nach vorne. In diesen Minuten hat sich gezeigt, wie gut unser gesamtes Team selbst in solch heiklen Situationen funktioniert. Hinter den Kulissen waren wir sehr angespannt, konnten aber alles bravourös meistern.

Einmal haben Sie bewusst mit dem Festival ein Jahr ausgesetzt, da nicht der passende Headliner zu finden war.

BÖS: Qualität ist wichtiger als Regelmäßigkeit, und wir haben hier in Konstanz ja einen sehr guten Ruf zu verteidigen. Den wollten wir nicht mit einem Beliebigkeitsprogramm von der Stange aufs Spiel setzen.

Für Muse haben Sie das diesjährige Festival bewusst vom frühen September in den späten August gelegt.

BÖS: Da mussten wir einfach flexibel sein, sonst hätte das nicht gepasst. Die Stadt hat es glücklicherweise möglich gemacht. Deshalb können wir einen echten Mega-Headliner bieten. Und Bad Religion kommen für ihr Konzert extra wieder aus den USA zurück. Aber auch eine Band wie We Promised Jetpacks, die an erster Position spielen, haben wir schon länger auf unserer Liste.

Wie lange wird es den „Rock am See“ noch geben?

BÖS: Die Lage am See ist unbezahlbar, und es gibt zudem Planungen der Stadt, das Stadion noch aufzuwerten. Ein Ende ist für mich deshalb nicht in Sicht, besonders wenn wir weiterhin unserem eigenen Qualitätsanspruch gerecht werden.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

17.08.2016, 06:00 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.
Nachrichten via Messenger
Die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region liefern wir Ihnen auch per WhatsApp & Co. aufs Smartphone. Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp bitte mit einem entsprechenden Mobilgerät.
Heute meistgelesenNeueste Artikel

Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular