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Mit der Tricolore in Kneipen und Biergärten

Französischer Jubel und kroatische Enttäuschung in Tübingen

Frankreich ist Fußballweltmeister – und das frankophone Tübingen feiert. Gut 50 Frankreich-Fans schauten das Endspiel gegen Kroatien in der Kneipe des Arsenal-Kinos – das Deutsch-französische Kulturinstitut war Mitveranstalter.

15.07.2018

Von vor / miw

Franzosen-Jubel im Tübinger Arsenal-Kino. Bild: Faden

Laure Vimont erinnerte das ein wenig an das Endspiel 1998, das sie mit anderen französischen Studierenden auf dem Tübinger Marktplatz sah. Auch vor 20 Jahren klappte es für „Les Bleus“. Vimont: „Hugo Lloris stammt aus dem gleichen Stadtteil von Nizza wie ich.“ Den Aussetzer des französischen Keepers beim zweiten Kroatien-Treffer konnte sie Lloris angesichts des 4:2-Endstands gut verzeihen.

Blauweißrot auf der Wange, ein grünroter Sticker auf dem Shirt: Vincent Haïssaguerre stammt wie Nationaltrainer Didier Deschamps aus dem französischen Baskenland. Jedoch: „Ich bin sehr europäisch.“ Gut 400 waren es auch vor der Leinwand im Neckarmüller-Biergarten, wo es bei der Siegerehrung Applaus der Frankreich-Fans für Kroatiens Luka Modric, bester Spieler des Turniers, wie für den besten Nachwuchsspieler, Frankreichs Kylian Mbappe, gab. Da tanzte so mancher Fan auf der Bierbank: „Allez les Bleus!“

Stolz auf das Team, auch wenn’s kurz weh tut

Stolz und Enttäuschung lagen nah beinander am Sonntag im Lustnauer Café Backstein, wo sich etwa 70 kroatische Fußballfans aus der Region getroffen hatten, um sich gemeinsam das WM-Finale anzusehen. „Natürlich wäre es toll, das jetzt auch noch mitzunehmen, aber allein schon ins Finale zu kommen hat so eine Euphorie verbreitet, dass es nicht so schlimm wäre, wenn wir jetzt verlören“, sagte Jasminka Juresic in der Halbzeitpause, als es noch 2:1 für Frankreich stand.

WM Finale im Lustnauer Café Backstein: Die Krostische Gemeinde ist enttäuscht. Bild: Rippmann

So gingen die kroatischen Fans auch positiv in die zweite Halbzeit und bejubelten jeden guten Spielzug ihrer Mannschaft euphorisch. Fassungslosigkeit herrschte erst nach dem vierten Tor der Franzosen, aber für das zweite Tor der kroatischen Mannschaft stand dann noch einmal der ganze Raum auf. Trotz der Niederlage ist Franjo Lovric, einer der Inhaber des Backstein, stolz auf seine Mannschaft und fliegt am Montag nach Zagreb, um sie in Empfang zu nehmen: „Am Anfang tut es kurz weh, vor allem wenn der Schiri so mithilft, aber wir sind sowas von stolz, denn wir waren ganz klar die bessere Mannschaft.“

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Erstellt:
15. Juli 2018, 21:00 Uhr
Aktualisiert:
15. Juli 2018, 21:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 15. Juli 2018, 21:00 Uhr

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