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Mit der Rikscha ins Grüne
Eine strampelt, zwei lassen sich fahren: Die Rikscha. Foto: Raimund Weible
Verkehrswesen

Mit der Rikscha ins Grüne

Forschende Bürger präsentieren ihre Ergebnisse für nachhaltige Mobilitätskultur.

23.09.2017
  • BARBARA WOLLNY

Stuttgart. „Für große gesellschaftliche Fragen braucht es neue Formate“, begründete Helmut Messer vom Wissenschaftsministerium die Experimentierlust der Akteure. Baden-Württemberg ist das erste Bundesland, das Reallabore auf breiter Basis fördert – eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Gesellschaft, in denen nicht über Menschen, sondern gemeinsam mit ihnen an realen Projekten geforscht wird.

Bei dem vor drei Jahren in Stuttgart gestarteten Reallabor geht es um eine neue Mobilitätskultur für die vom Feinstaub gebeutelte Autostadt. Große Konzepte für mehr E-Mobilität oder den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs waren nicht Gegenstand der Labore, sondern verschiedene kleinräumige Aktivitäten, die dazu beitragen sollen, den öffentlichen Raum anders und nachhaltiger nutzen zu können als bisher.

2015 hatten Stuttgarter Bürger, Stadtteilinitiativen und Studenten einer Jury aus Architekten, Stadt- und Univertretern dazu zwanzig Projekte präsentiert. Vier Vorhaben davon wurden realisiert, die Erkenntnisse bei der Abschlussveranstaltung des Reallabors im Stuttgarter Hospitalhof am Donnerstagabend vorgestellt.

In der „Stäffele-Galerie“ wurde getestet, wie die 400 Stuttgarter Fußwege, die einen auf kürzestem Weg in die Stadt bringen, attraktiver und bekannter gemacht werden könnten. Ideen, die Stäffele zum täglichen Sportprogramm zu nutzen, sie als Gartenoasen zu begrünen, für kleinere Konzerte zu nutzen oder auch mit Sitzgelegenheiten zu möblieren, wurden getestet und für gut befunden und sollen in Zusammenarbeit mit Paten und dem Garten- und dem Sportamt weiter ausgebaut werden.

Die Bürger-Rischka, ebenfalls ein Reallaborprojekt, ist eine Initiative aus Stuttgart-Vaihingen. Ehrenamtliche Fahrer nehmen ältere und gehbehinderte Mitbürger mit und fahren auch zu Zielen, die mit Bus oder Taxi nicht erreichbar wären wie die grüne Umgebung des Wohnorts. Die nicht nur direkt von A nach B geplanten Fahrten bringen Lebensfreude und –qualität zurück.

Das Umwidmen von Parkplätzen in öffentliche Räume mit verschiedenen Nutzungskonzepten wurde ebenso untersucht wie der umweltfreundliche Transport von Gütern mit einem Leihsystem für Lastenräder.

Alle Akteure hoffen, dass ihre Erfahrungen dazu beitragen, ihre Initiativen dauerhaft im städtischen Raum zu verankern. Bis heute Abend noch finden rund um und im Hospitalhof Ausstellungen und Vorträge zu „Stuttgart in Bewegung“ statt. Barbara Wollny

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23.09.2017, 06:00 Uhr
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