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Glosse

Mit dem Sari aufs Volksfest

Wenn man schon im August Nachrichten erhält mit der Frage „An welchem Tag zwischen dem 27. September und dem 13. Oktober hast du Zeit?“, dann weiß man, was bald wieder vor der Tür steht: das Cannstatter Volksfest. Und das bedeutet wiederum für viele Frauen und Mädchen auch: Ein neues Dirndl muss her. Egal, wie teuer – Hauptsache, es sieht gut aus.

21.09.2019

Von MELISSA SEITZ

Spitze über Spitze, Stickereien mit Silber- oder Goldfäden, da ein Swarovski-Stein und hier eine aufwendige Knopfleiste: Die Kleidung für das Volksfest, die aktuell in den Läden zu finden ist, wird dem Trachtenanspruch nicht gerecht. Nach einem traditionellen Dirndl sehen die Kleider nicht mehr aus, eher nach Ball- oder Hochzeitskleid. Manche könnten sogar damit in die Disco gehen. Viele Mini-Röcke sind nämlich länger als so mancher Dirndl-Rock, den Trachtenläden im Angebot haben: Der kürzeste ist sage und schreibe 60 Zentimeter lang.

Von schlichter Traditionstracht keine Spur. Auch was das Dekolleté angeht: Heutzutage sollte der Ausschnitt am besten bis zum Bauchnabel gehen und die Brüste fast herausfallen. Mitglieder von Trachtenvereinen würden bei dem Anblick die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Hochgeschlossene Blusen kommen für viele Dirndlträgerinnen nicht in die Tüte.

Wie wäre es mit einem indischen Sari oder einem Schottenrock fürs Cannstatter Volksfest? Einen Unterschied macht das nämlich nicht. Denn um ehrlich zu sein: Beide Kleidungsstücke haben genau so wenig mit dem Volksfest zu tun wie die aktuelle Trachtenmode.

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Erstellt:
21. September 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
21. September 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 21. September 2019, 06:00 Uhr

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