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Mit Vernunft fest im Sattel
Pferdesteuer

Mit Vernunft fest im Sattel

28.12.2015
  • FABIAN ZIEHE

Jetzt nochmal kräftig auf den Pferdemist kloppen, hatte sich der Bund der Steuerzahler wohl gedacht. "Die Vernunft hat gesiegt!" - weniger doll ging es beim Landesverband in seiner letzten Mitteilung des Jahres nicht. Der Verein, der 60 000 Mitglieder zählt, hat die Bürger vor der Pferdesteuer errettet.

Pferdesteuer? Nie gehört? Die Hundesteuer kennen wir, auch die Schaumweinsteuer und die Zweitwohnsitzsteuer. Eine solche "Bagatellsteuer" darf es auch für Hottehüs geben, erstritt eine Gemeinde in Hessen vor dem Bundesverwaltungsgericht.

Interessant, dachte sich manche Gemeinde im Südwesten. Nicht primär wegen der Einnahmen - bei einem dreistelligen Euro-Betrag pro Pferd und Jahr macht keine Kommune Riesensprünge. Es geht um den Lenkungseffekt: Pferde machen wie Hunde Unrat, sie verursachen auch Schäden im Gelände.

Würde man die Abschaffung der Hundesteuer fordern, wären die Steuerzahlerbündler auch dabei: Bagatellsteuern seien generell zu kompliziert, intransparent und verwaltungsaufwändig. Man nehme die Hundesteuer: Die benötigt eine ganze Homepage-Seite zum Erklären, ein riesiges Din-A-4-Formular für die Erfassung und ein kompliziertes Bankeinzugsverfahren.

Ein solch komplexes System auch für Pferde? Nie! Da reiten Steuer- und Pferdelobby zusammen. Kleine Mädchen müssten schon jetzt den letzte Groschen fürs Pferd zusammenkratzen, lautet ein Argument. "Pferdesteuer vernichtet Hobby, Sport und Beruf" ein anderes. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung rief bundesweit zur Unterschriftensammlung auf. Das "Aktionsbündnis Pro Pferd" prangerte per Facebook Kommunen an.

Zu viel Gegenwind: Im Südwesten will sich laut Steuerzahlerbund vorerst kein Ort mit den Pferdehaltern anlegen. Hat die Vernunft triumphiert? Gewiss ist, dass die Steuerzahler derzeit bundesweit per Pressemeldungen Erfolge feiern - mit stets wortgleichen Versatzstücken.

Doch es geht noch doller als im Südwesten. So erklärten die Sachsen-Anhalter Kollegen zur Pferdesteuer: Die Einführung sei "ein Schritt zurück in die Steinzeit".

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28.12.2015, 08:30 Uhr
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