Mit Sport und der richtigen Ernährung überschüssige Pfunde verlieren

15.06.2021

Bild: Samantha Gades/Unsplash

Übergewicht und Zivilisationskrankheiten wie Diabetes mellitus, Herzkreislauferkrankungen und Bluthochdruck sind Geißeln des Digitalzeitalters. Sie gehen auf eine ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel zurück. Die WHO zählt 5,8 Millionen Menschen weltweit, die jährlich ihr Leben verlieren, in Deutschland rechnet das Robert Koch-Institut (RKI) mit einem Anteil von sieben Prozent an der Mortalitätsrate, der auf Bewegungsmangel zurückzuführen ist.

Gewichtszunahme durch Corona

Bereits das Digitalzeitalter wirkt sich in Bezug auf die Bewegungsfreudigkeit der Bevölkerung verheerend aus. Zwar ist der Breitensport in Deutschland ein wirksames Korrektiv. Mit cirka 27 Millionen Sportlern ist ein Drittel aller Bundesbürger in Sportvereinen organisiert. Dennoch nimmt die Tendenz zu, in der Freizeit das attraktive Medienangebot zu nutzen und auf Bewegung zu verzichten. Nach einer Studie sank allein die Bewegungszeit von Zehnjährigen in Deutschland von 25 auf maximal 10 Stunden.

Corona hat diesen Trend beschleunigt. Die langen Lockdowns zehrten schwer an der Gesundheit und den Nerven der Bevölkerung. Einseitig wurde sich auf die Verhinderung von Infektionen konzentriert. Weitgehend ignoriert wurden die vielen schweren Folgeschäden, welche die verordnete Distanz sowie die Schließung des Sportbetriebs mit sich brachten. Nachdem der diesjährige Sommer uns eine längere Atempause zu bescheren scheint, enthüllen immer mehr Studien wie die viel beachtete COPSY-Studie (Corona und Psyche) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, wie dramatisch sich die Folgeschäden für die Menschen auswirken:

Die Zahl der Kinder, die keinen Sport mehr treibt, nahm um den Faktor 10 zu, 40 % der Kinder verharrten in Passivität und jedes dritte Kind leidet so stark an der unerträglichen Gesamtsituation, dass es Depressionen und andere psychische Störungen entwickelt. Diese wirken sich bekanntlich auch auf das Körpergewicht nachteilig aus.

Sport steigert das Wohlbefinden und lässt die Kilos verschwinden

Der Mensch ist evolutionär auf Bewegung eingestellt. Sport wirkt sich deshalb positiv auf die Hormonregulation des Menschen aus und auch sein Herzkreislaufsystem kommt durch Sport wieder in Schwung. In Bezug auf das Abnehmen beschleunigt Sport die Verbrennung überschüssiger Kalorien massiv. Wer geht, statt zu sitzen, verdoppelt bereits die Geschwindigkeit der Fettverbrennung. Mit intensiveren Einheiten lässt sie sich auf das Vierfache ausdehnen.

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Welche Übungen sind zu empfehlen?

Zwar hat die Pandemie uns allen Beschränkungen auferlegt, die seit dem Zweiten Weltkrieg unbekannt waren. Dennoch bietet die Krise immer noch genügend Raum für Sport und Bewegung. Bereits mit routinemäßigen täglichen Übungen wie Kniebeugen, Bankdrücken, Klimmzüge und Kreuzheben lässt sich das Energielevel wieder in Schwung bringen. Für viele dieser Übungen ist nicht einmal das Verlassen der Wohnung notwendig.

Auch Ausdauertraining wie das Joggen im Wald oder Park hat eine Vielzahl positiver Effekte auf Gesundheit und Wohlbefinden. Es wirkt sich wohltuend auf das Immunsystem aus, stimuliert die Knochenbildung, senkt den Blutdruck sowie den Cholesterinspiegel und stärkt die Muskulatur des Herzens.

Mit Detox-Kuren den Körper entgiften

Eine andere Methode, die Gesundheit zu fördern, besteht in der Entgiftung des Körpers. Detox-Kuren dienen diesem Zweck. Dabei wird sich in Intervallen auf das Trinken gesunder Säfte und Smoothies beschränkt. Mit ihren Vitaminen, Mineralstoffen und Pflanzenstoffen weisen sie ein günstiges entschlackendes Profil auf. Die Intervalle sollten nicht länger als drei Tage sein. Viel zu trinken ist ebenfalls bei Detox-Kuren ein Muss, denn bereits die Quantität von Getränken geleitet viele Giftstoffe aus dem Körper.

Andere Anwender setzen neben Smoothies und Säften auch auf die Heilkraft von Brokkoli, Spinat und Zucchini. Das in den Gemüsesorten verborgene Chlorophyll weist vorzügliche entschlackende Eigenschaften auf.

Mit Basenfasten überschüssiges Gewicht reduzieren

Bei dem Basenfasten handelt es sich um eine Erweiterung der Detox-Kuren mit dem zusätzlichen Ziel, das Säure-Basis-Gewicht, das sich durch unsere Ernährungsgewohnheiten zuungunsten der Säuren verschoben habe, wieder ins rechte Lot zu setzen.

Neben Obst und Gemüse werden Nüsse, Kerne, Samen, Kräuter und Pilze ebenfalls basisch verstoffwechselt. Die Entsäuerung des Körpers bringe die Organe wieder dazu, richtig zu funktionieren und hindere den Stoffwechsel daran, die im Körper verfügbaren Mineralien anzuzapfen. Bei den Säuren seien vor allem Phosphor und Schwefel problematisch, die sich wesentlich schwerer wieder abbauen würden als beispielsweise Zitronensäure.

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Erstellt:
15. Juni 2021, 09:00 Uhr
Aktualisiert:
15. Juni 2021, 09:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 15. Juni 2021, 09:00 Uhr

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