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Nicht für den Keller gedacht

Mit Sammler Wolfgang Voelter in der Grafik-Ausstellung der Uni im Tübinger Schloss

Die Grafik-Sammlung Voelter wurde der Universität Tübingen vom pensionierten Professor für Biochemie Wolfgang Voelter und seiner Frau Heide gestiftet. Sie ist noch bis zum 15. Februar 2015 im Museum der Universität ausgestellt. Voelter begann in den 1960-er Jahren mit dem Sammeln von Grafiken.

23.12.2014
  • Lorenzo Zimmer

Tübingen. Jede Universität legt über die Jahre ihres Bestehens eine Sammlung von Originalen und Faksimiles an. Ursprünglich entstanden diese Kollektionen für Forschung und Lehre: etwa bei geografischen Kartensammlungen, archäologischen Funden oder biologischen Präparaten. Dabei können die Objekte über die Zeit durch neue Forschungserkenntnisse in veränderte Bedeutungszusammenhänge geraten und daraufhin Anregungen für neue wissenschaftliche Fragestellungen liefern.

Heutzutage gehört zu einer Universität aber auch beinahe immer ein Museum, das einem breiten außeruniversitären Publikum Zugang zu wissenschaftlichen und kulturellen Schätzen verschafft. So verfügt auch die Universität Tübingen über eine große Grafiksammlung, die jetzt durch eine Schenkung des emeritierten Biochemikers Prof. Wolfgang Voelter und seine Frau Heide gewachsen ist.

Wolfgang Voelter begann 1960 während seiner Promotion am physiologisch-chemischen Institut in Tübingen mit dem Sammeln von Kunst. In diesem Jahr hatte er ein erfolgreiches Buch zur organischen Experimentalchemie herausgegeben – mit dem Erlös fing er an, Druckgrafiken zu kaufen. Sie zierten über viele Jahre sein Haus in Tübingen und sein Büro an der Universität. „Ich war der erste deutsche Austauschstudent in Israel und habe bei meinen Reisen meine Begeisterung für die Kunst weiterentwickelt“, so Voelter. Im Orientexpress auf dem Weg nach Israel habe er seine Frau Heide kennengelernt – sie sei auf dem Weg nach Istanbul gewesen, erinnert er sich.

Eine Rolle aus Karachi für den Silberschatz

Über die Jahre kamen etwa 150 Grafiken von verschiedenen Künstlern zusammen, die er inzwischen der Sammlung der Universität unter der Leitung von Annette Michels vermacht hat. Hinzu kommt eine Silberrolle, die Voelter von der Universität Karachi im Zuge einer Ehrendoktorwürde überreicht wurde. Er stiftete sie nun dem Silberschatz der Universität Tübingen.

Zur Ausstellung im Universitätsmuseum hat Annette Michels in mehreren Seminaren zusammen mit Studierenden alle Exponate untersucht und katalogisiert. In diesen Lehrveranstaltungen entstanden viele Texte, die nun zusammen mit Abbildungen aller Exponate in einem ausführlichen Katalog zusammengefasst wurden. Alle nicht ausgestellten Grafiken der Sammlung sind ebenfalls abgebildet und kommentiert.

„Ich wollte nicht, dass die Sammlung in irgendeinem Privatkeller verstaubt“, sagt Voelter . Zwar sei seine Frau auch ein bisschen wehmütig über die Trennung von der Sammlung gewesen: „Aber ihr Lieblingsbild „Ich als Wunderknabe“ von Horst Janssen habe ich zurückgeholt und ihr zum Geburtstag geschenkt.“ Darüber habe sie sich sehr gefreut.

Mit Sammler Wolfgang Voelter in der Grafik-Ausstellung der Uni im Tübinger Schloss
Der Stifter vor einem Teil seiner Geschenke: Prof. Wolfgang Völter im Uni-Museum auf dem Schloss Hohentübingen vor zwei Meckseper-Grafiken.Bild: Metz

Mit Sammler Wolfgang Voelter in der Grafik-Ausstellung der Uni im Tübinger Schloss
„Die Enttäuschten“ von Max Beckmann aus dem Jahr 1922Bild: Metz

Das Museum der Universität Tübingen (MUT) ist mittwochs bis samstags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, donnerstags bis 19 Uhr. An Heiligabend, dem ersten Weihnachtsfeiertag und Silvester ist es geschlossen – am zweiten Weihnachtsfeiertag und an Neujahr geöffnet. Die Schausammlungen befinden sich im Nord- und Ostflügel des Schlosses und seit 1998 auch im Fünfeckturm. Sie bieten auf 2000 Quadratmetern 4600 Exponate. Die Sammlung Voelter ist bis zum 15. Februar 2015 ausgestellt. Der Eintritt ins gesamte Museum beträgt fünf Euro.

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23.12.2014, 12:00 Uhr
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