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Mit Geschenken gelockt
Thomas Schaaf ist zwar nicht der Lautsprecher der Bundesliga, aber der 54-Jährige steht immerhin für solide Arbeit auf dem Fußballplatz. Foto: Imago
Schaaf übernimmt Trainerjob in Hannover - Neue Spieler zum Einstand

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Eine Woche nach dem Rücktritt von Michael Frontzeck hat Fußball-Bundesligist Hannover 96 einen neuen Trainer. Auf Thomas Schaaf wartet beim niedersächsischen Tabellenvorletzten eine schwierige Aufgabe.

29.12.2015
  • SID

Hannover. Vor Beginn der schwierigen Rettungsmission bei Hannover 96 darf Thomas Schaaf noch ein bisschen Urlaub machen - und sich neue Spieler wünschen. Auch in Österreich wird der neue Trainer bereits für den Klassenverbleib des abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten arbeiten.

Hannover braucht mehr als nur einen neuen Trainer. Das weiß auch der 54-Jährige. "Es ist sehr schwer, ohne Frage", sagte Schaaf: "Wir sind uns dessen bewusst. Es muss viel klappen." Nach der schlechtesten Hinserie des Vereins seit dem Wiederaufstieg steht der Klub auf Platz 17 und gab angesichts der Spielweise wenig Hoffnung auf Besserung. Am 4. Januar wird Schaaf als Nachfolger von Michael Frontzeck sein erstes Training mit mindestens zwei neuen Spielern leiten.

Schaaf setzt auf den Ligaverbleib, sein Vertrag gilt nur fürs Oberhaus. "Das macht ja auch Sinn", sagte der Fußball-Lehrer: "Wir wollen den Klassenerhalt natürlich schaffen, aber wenn es nicht klappen sollte, haben beide Seiten die Möglichkeit, etwas Neues zu machen."

Der langjährige Coach von Werder Bremen hat aber langfristige Ziele mit dem zweimaligen Europacup-Teilnehmer. "Wir wollen erstmal die Situation überstehen und den Verein dann dahin führen, wo er schon einmal war", sagte Schaaf, der sich nach mehreren Telefonaten am Sonntag mit Vereins-Chef Martin Kind und Geschäftsführer Martin Bader getroffen hatte. "Wir haben ihn zum richtigen Zeitpunkt auf dem richtigen Fuß erwischt", sagte Bader, der nun noch neue Spieler für Schaaf suchen muss. "Bestandteil der Gespräche war es auch, den Kader durchzugehen", berichtete der Geschäftsführer: "Wir haben über Spieler gesprochen, die für uns interessant sein könnten. Mal schauen, was wir bis zum Trainingsauftakt hinbekommen." Vor allem ein Stürmer wird noch verzweifelt gesucht. Im Gespräch ist Adam Szalai von der TSG Hoffenheim.

17 Spiele bleiben Schaaf für die Wende, eventuell plus zwei Relegationspartien. "Man wünscht sich immer lieber einen Job zum Saisonanfang", sagte der Coach zu seinem ersten Engagement seit dem Rücktritt Ende Mai bei Eintracht Frankfurt. Aber in der Realität gebe es mehr Angebote während der laufenden Spielzeit. Nach 14 Jahren als Cheftrainer im eher beschaulichen Bremen war Schaaf in Frankfurt auch am schwierigen Umfeld gescheitert und hatte schließlich Ende Mai das Engagement bei der Eintracht beendet. Er sprach damals von "unglaublichen und nicht nachvollziehbaren Anschuldigungen und Unterstellungen in den Medien". Jetzt erwartet ihn eine ebenfalls sehr spezielle Konstellation mit einem dominanten Klubchef, der oft wie ein Patriarch wirkt. "Da habe ich kein Problem mit", versicherte Schaaf: "Ich weiß um die Wirkung von Martin Kind."

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29.12.2015, 08:30 Uhr
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