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Ziel: 20 Prozent weniger Autos in Stuttgart

Mit Feinstaub-Alarm gegen schlechte Luft

Im Kampf gegen ihre schlechten Luftwerte setzt die Stadt Stuttgart ab Januar auf Feinstaub-Alarm. Autofahrer sollen auf Bus und Bahn umsteigen.

12.12.2015
  • DOMINIQUE LEIBBRAND

Stuttgart. Die Stadt Stuttgart steckt laut Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) rund zehn Millionen Euro jährlich in Maßnahmen gegen Feinstaub. So öffentlichkeitswirksam wie diese war bislang aber keine: Ab 11. Januar wird in der Region Stuttgart Feinstaub-Alarm ausgelöst, wenn sich so genannte Inversionswetterlagen und damit steigende Feinstaub- und Stickstoffdioxidwerte ankündigen. Der Deutsche Wetterdienst wird die Prognosen erstellen. Das gab Kuhn zusammen mit Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) und dem Stuttgarter Regierungspräsident Johannes Schmalzl (FDP) gestern in Stuttgart bekannt.

An Feinstaub-Alarmtagen sollen Autofahrer in der ganzen Metropolregion Stuttgart demnach über Internet, Radio und über Verkehrstafeln an Straßen dazu aufgerufen werden, auf umweltfreundliche Verkehrsmittel umzusteigen oder in Absprache mit dem Arbeitgeber von zu Hause aus zu arbeiten. Verbilligte Tickets für Busse und Bahnen in der Anfangsphase sollen Anreize schaffen. Ziel sei, die Anzahl der einfahrenden Fahrzeuge in den Talkessel um 20 Prozent zu reduzieren, sagte Hermann.

Der Feinstaub-Alarm stellt die erste Stufe eines Konzept für reinere Luft in Stuttgart dar, das Hermann, Kuhn und Schmalzl im Sommer vorgestellt hatten. Bei der zweiten Stufe wäre es mit der Freiwilligkeit vorbei: Sie sieht Fahrverbote ab dem Winter 2017/18 vor - sollten die Werte bis dahin nicht besser werden. Hermann setzt sich unter anderem dafür ein, dass der Bund die Blaue Plakette einführt. Dieselfahrzeuge müssten dann die Abgasnorm Euro 6 und Benziner mindestens Euro 3 erfüllen.

Der Handlungsdruck für Hermann und Kuhn ist groß: Die EU sitzt ihnen im Nacken, weil die vorgeschriebenen Werte für Feinstaub und Stickstoffdioxid seit Jahren gerissen werden. Vertragsverletzungsverfahren laufen, Strafen in Millionenhöhe könnten folgen. Der zulässige EU-Grenzwert liegt bei 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Er darf an nicht mehr als 35 Tagen pro Jahr überschritten werden. An der Messstelle Neckartor, die als Deutschlands "Drecksloch" gilt, zählte man bis Mitte November bereits 52 Überschreitungstage. Das noch größere Problem sei jedoch das Stickstoffdioxid, sagte Kuhn.

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12.12.2015, 08:30 Uhr
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