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Freiburg

Missbrauchsprozess Freiburg: Justiz startet Mordermittlungen

Im Strafverfahren um den jahrelangen Missbrauch eines Kindes in Staufen bei Freiburg gegen einen 33 Jahre alten Spanier hat die Justiz Mordermittlungen aufgenommen.

27.07.2018
  • dpa/lsw

Freiburg. Der Mann aus der Nähe von Barcelona stehe im Verdacht, gemeinsam mit einem Komplizen ein Mädchen missbraucht und erdrosselt zu haben, sagte Staatsanwältin Nikola Novak am Freitag. Es gebe neue, konkrete Hinweise auf ein Video der Tat, die sich vermutlich in Weißrussland ereignet habe. Um wen es sich bei dem Mädchen und dem mutmaßlichen Mittäter handele, sei unklar.

Der Spanier weist die Vorwürfe zurück, wie seine Verteidigerin Mona Hammerschmidt erklärte. Beweise gebe es nicht.

Angeklagt ist der Mann vor dem Landgericht Freiburg wegen des mehrfachen Missbrauchs eines heute zehn Jahre alten Jungen. Er hat gestanden, den Jungen vergewaltigt und dafür Geld gezahlt zu haben. Ein Urteil wird es Gerichtsangaben zufolge frühestens am 6. August geben (Az.: 6 KLs 160 Js 32949/17 AK 5/18).

Der damals in Staufen lebende Junge war mehr als zwei Jahre lang im Darknet angeboten und Männern aus dem In- und Ausland gegen Geld für Vergewaltigungen überlassen worden. Seine Mutter (48) und ihr wegen schweren Kindesmissbrauchs vorbestrafter Lebensgefährte (39) werden dafür verantwortlich gemacht. Sie haben gestanden.

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27.07.2018, 14:13 Uhr | geändert: 27.07.2018, 12:40 Uhr
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