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Karlsruhe

Missbrauchsprozess: Angeklagter legt Revision ein

Im Missbrauchsprozess gegen einen 44-jährigen Schleswig-Holsteiner hat der Angeklagte Revision eingelegt.

05.07.2018
  • dpa/lsw

Karlsruhe. Dies teilte das Karlsruher Landgericht am Freitag mit. Der Mann war am Freitag vor einer Woche zu acht Jahren Haft und anschließender Sicherungsverwahrung (Az: 1 Ks 260 Js 37672/17) verurteilt worden. Der Prozess steht im Zusammenhang mit dem Fall des missbrauchten Neunjährigen aus dem Raum Freiburg. Nach Feststellung des Gerichts plante der Elektriker, den Jungen qualvoll zu vergewaltigen.

Er hatte den Partner der Mutter über das Darknet kennengelernt und soll gefragt haben, ob er das Kind missbrauchen und töten könne. Eine ernsthafte Absicht, diese Tötungsfantasien auszuführen, konnte das Landgericht dem Schleswig-Holsteiner aber nicht nachweisen. Zur geplanten Vergewaltigung war er nach Karlsruhe gereist. Handschellen und Klebeband mit Tuch zum Knebeln hatte er dabei. Doch er tappte in eine Falle der Polizei.

Der Junge war mehr als zwei Jahre lang von seiner Mutter und deren 39 Jahre alten Partner missbraucht und anderen Männern für Sex überlassen worden. Sie stehen in Freiburg vor Gericht. In dem Fall gibt es insgesamt acht Verdächtige. Erst im Sommer 2017 endete das Martyrium des Kindes. Seine Peiniger wurden festgenommen, er kam in staatliche Obhut.

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05.07.2018, 06:50 Uhr | geändert: 06.07.2018, 17:20 Uhr
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