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Missbrauchsopfer kritisieren Erzdiözese

27.04.2016

Von EPD

Oberharmersbach. Missbrauchsopfer eines katholischen Pfarrers in Oberharmersbach (Ortenaukreis) machen der Erzdiözese Freiburg Vorwürfe: Die Kirche habe sie unter Druck gesetzt, als sie eine Geldzahlung von jeweils 20.000 Euro ablehnten, sagten sie in der TV-Sendung "Report".

Zwei von acht Betroffenen, die das Angebot der Diözese ablehnten, äußern sich im Fernsehen. Sie werfen der Erzdiözese vor, diese habe sie gedrängt, sich mit dem angebotenen Betrag als freiwillige Zahlung für die Anerkennung erlittenen Leids zufrieden zu geben. Die Kirche habe sie auch seelsorgerlich im Stich gelassen, kritisieren beide.

Der Pressesprecher der Erzdiözese, Robert Eberle, sagte, die Erzdiözese habe "keine Drohungen oder vergleichbare Äußerungen" ausgesprochen, sondern den "korrekten Hinweis darauf, dass es sich um freiwillige Leistungen handelt". Die Kirche wisse, dass es den meisten Opfern vor allem um eine deutliche Anerkennung ihres Leids und erst nachrangig um die Höhe einer finanziellen Leistung gehe. Sie sei sich dabei bewusst, dass jede Anerkennung "immer nur um eine Geste" sein könne.

In Oberharmersbach hatte sich nach SWR-Angaben ein Ortspfarrer über Jahre an mindestens 22 Kindern und Jugendlichen vergangen. Der Geistliche wurde 1991 in den Ruhestand versetzt. Vier Jahre später beging er Suizid.

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Erstellt:
27. April 2016, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
27. April 2016, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 27. April 2016, 06:00 Uhr

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