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Korntal

Missbrauchsfälle: Ex-Ministerin tritt aus Kommission aus

Im Aufklärungsprozess der Missbrauchsfälle in der Brüdergemeinde Korntal (Kreis Ludwigsburg) tritt die ehemalige baden-württembergische Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) aus der Vergabekommission zurück.

08.11.2017

Von dpa/lsw

Die ehemalige Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD). Foto: Christoph Schmidt/Archiv dpa/lsw

Korntal. Der Moderator des Aufklärungsprozesses, Gerd Bauz, bestätigte am Mittwoch, dass ein Rücktrittsschreiben vorliegt. Zuvor hatte die SWR-Sendung «Report Mainz» darüber berichtet. Die Vergabekommission hat die Aufgabe, ab Februar 2018 Geld an die Opfer zu vergeben, die sich im Zuge der Aufarbeitung gemeldet hatten. Bis zu 300 Heimkinder haben nach Angaben der Opfergruppen in den 1950er bis 1980er Jahren Gewalt und sexuellen Missbrauch in Einrichtungen der Brüdergemeinde Korntal erlebt. 

In ihrem Rücktrittsschreiben kritisiert Altpeter den Aufklärungsprozess laut Bauz als intransparent. «Das ist ein Vorwurf an unserer Arbeit», so Bauz. «Da will ich mit ihr das Gespräch suchen.» Altpeter schrieb nach SWR-Informationen, sie sehe sich «nicht in der Lage, in einem Klima, in dem skeptische Worte oder das Hinterfragen bestimmter Dinge als «Irritation» gelten, sinnvoll zu arbeiten». 

Die Suche zur Nachbesetzung habe schon begonnen, so Bauz. Das weitere Vorgehen werde in der nächsten Woche in den an der Aufarbeitung beteiligten Gruppen besprochen. Altpeter und die Brüdergemeinde waren am Abend nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

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Erstellt:
8. November 2017, 19:18 Uhr
Aktualisiert:
8. November 2017, 19:10 Uhr
zuletzt aktualisiert: 8. November 2017, 19:10 Uhr

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