Entenstopfleber auf dem Umbrisch-Provenzalischen Markt

Mir wird übel

Entenstopfleber schmeckt fein, ist aber ziemlich unkorrekt.

04.10.2010

In dem vielfältigen Angebot des umbrisch-provenzalischen Marktes habe ich auch Entenstopfleber entdeckt (Foie gras = fette Leber). Ob auch Gänsestopfleber angeboten wurde, weiß ich nicht, aber ich nehme es an. Mir wird bei solchen Produkten übel und wer einmal die Bilder von in den Schnabel eingeführten Trichtern, von geplatzten Mägen und geplatzten Speiseröhren, wer einmal die Augen dieser erbarmungswürdigen Tiere gesehen hat, bekommt sie nicht mehr aus dem Kopf.

Die Stadt Tübingen, die sich ökologische und Fairtrade-Ziele auf die Fahnen geschrieben hat, sollte mit gutem Beispiel vorangehen und Produkte aus tierquälerischer Haltung ablehnen. Wenn auf einem schönen und beschaulichen Markt solche Dinge angeboten werden, dann hat das auch einen gewissen Vorbildcharakter. Und der Besucher geht davon aus, dass nichts gegen einen solchen Kauf spricht. Es wäre schön, wenn auch Gastronomen auf solche Produkte verzichten würden. Ein entsprechender Vermerk auf der Speisekarte könnte diese Entscheidung werbewirksam unterstreichen.

Susanne Schneider, Tübingen

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Erstellt:
4. Oktober 2010, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
4. Oktober 2010, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 4. Oktober 2010, 12:00 Uhr

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