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Stuttgart

Ministerium warnt vor "Lasmi" und "Lida Dai Dai Hua"

Das Stuttgarter Ministerium für Arbeit und Soziales warnt vor dem Produkt "Lasmi", das derzeit im Internet unzulässigerweise als Schlankheitsmittel angeboten wird. Das aus Indonesien stammende Produkt sei in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen, obwohl eine Zulassung erforderlich ist. Auch vor anderen Schlankheitspillen wird gewarnt.

26.06.2009

Die Untersuchung einer Probe durch das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe (CVUA) habe ergeben, dass das Produkt "Lasmi" die nicht deklarierten Arzneimittelwirkstoffe Sibutramin und Spironolacton enthalte. Beide Substanzen gehörten nach dem deutschen Arzneimittelrecht zu den verschreibungspflichtigen Arzneimittelwirkstoffen.

Nach Mitteilung des CVUA enthalte "Lasmi" eine deutlich höhere Konzentration des Wirkstoffes Sibutramin, als das in Deutschland zur Anwendung bei schwerer Adipositas zugelassene Fertigarzneimittel Reductil®. Der Wirkstoff Sibutramin gehöre zur Gruppe der Serotonin-Noradrenalin-Reuptake-Hemmer und sei eng verwandt mit einigen Antidepressiva.

Die Hemmung der Wiederaufnahme von Serotonin und Noradrenalin soll über eine Verstärkung des Sättigungsgefühls sowie über eine erhöhte Thermogenese eine Gewichtsabnahme bewirken. Da es bei der Einnahme von sibutraminhaltigen Produkten häufig zu unerwünschten Nebenwirkungen wie etwa Bluthochdruck oder gefährlichen Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln kommen könne, sei die ärztliche Überwachung bei der Einnahme dringend erforderlich, so das Ministerium.

Auch die zweite im Produkt "Lasmi" nachgewiesene Substanz Spironolacton könne unterschiedliche, teilweise gefährliche Begleiterscheinungen wie etwa Magen-Darmerkrankungen, Hyperkaliämie oder Menstruationsstörungen hervorrufen. Die Verbraucherinnen und Verbraucher werden daher dringend vor der Einnahme des Mittels "Lasmi" gewarnt.

In diesem Zusammenhang weist das Ministerium auf ähnliche Produkte mit den Bezeichnungen "Lida Dai Dai Hua", "24 ince" beziehungsweise "Zhen de shou" hingewiesen, die als "pflanzliche" Schlankheitsmittel ebenfalls über das Internet angeboten werden. Auch bei diesen Produkten sei der Wirkstoff Sibutramin in erheblicher Konzentration nachgewiesen worden. Von der Einnahme dieser und ähnlicher Mittel werd daher dringend abgeraten. Bereits gekaufte Produkte sollten entsorgt werden.

Das Ministerium für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg weist generell darauf hin, dass Arzneimittel im Internet nicht bei unsicheren Anbietern gekauft werden sollten. Nicht selten böten dubiose Medikamentenhändler im Internet gefälschte oder illegale Arzneimittel an, deren Einnahme ein erhebliches Gesundheitsrisiko berge.

Eine Auflistung von Apotheken, die eine behördliche Erlaubnis zum Versand mit Arzneimitteln besitzen, kann beim Deutschen Institut für medizinische Dokumentation und Information unter www.dimdi.de abgerufen werden.

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26.06.2009, 12:00 Uhr
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