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P&R

Minimale Quote für die Gläubiger

Die Anleger wollen eine Milliarde Euro. Der Firmengründer hat aber offenbar nur 13 Millionen Euro Vermögen.

25.05.2019

Von DPA

München. Der Kopf hinter dem mutmaßlichen Milliardenbetrug bei der insolventen Münchner Containerfirma P&R, Firmengründer Heinz Roth, muss sich auf den Verlust seines Vermögens einstellen. Rund 1500 P&R-Gläubiger haben im Insolvenzverfahren Forderungen in Höhe von 1 Mrd. EUR angemeldet, wie Insolvenzverwalter Miguel Grosser mitteilte. Allerdings werden sie nur einen Bruchteil dieser Summe bekommen.

Denn der seit gut einem Jahr in Untersuchungshaft sitzende Roth hatte sein Vermögen im vergangenen Jahr auf 12 bis 13 Mio. EUR beziffert. Dementsprechend haben die Gläubiger laut Kanzlei lediglich eine „marginale Quote“ zu erwarten. Die Insolvenzverwalter hoffen, bis Ende 2021 insgesamt 560 Mio. EUR sichern zu können – und in den Folgejahren weitere Beträge. Die Staatsanwaltschaft München hat Anklage wegen gewerbsmäßigen Betrugs erhoben.

Die endgültige Schadensumme ist noch ungeklärt, doch könnte die P&R-Pleite der größte Betrugsfall der deutschen Nachkriegsgeschichte sein. Vor der Insolvenz im Frühjahr 2018 hatten 54 000 Anleger gut 3,5 Mrd. EUR bei dem Unternehmen angelegt, das sein Geld mit dem Verkauf und der Vermietung von Schiffscontainern verdiente. Von den 1,6 Mio. auf dem Papier verkauften Containern existieren jedoch nur gut 600 000, der Rest waren Scheingeschäfte, für die die Anleger jedoch echtes Geld gezahlt hatten.

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Erstellt:
25. Mai 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
25. Mai 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 25. Mai 2019, 06:00 Uhr

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